Sexismus-Debatte Ministerin Öney: Bestimmte Frauen suchen die Anmache

Von Andrea Wyrwoll 

Integrations­ministerin Bilkay Öney Foto: dpa
Integrations­ministerin Bilkay ÖneyFoto: dpa

Aus Sicht von Integrations­ministerin Bilkay Öney (SPD) setzen sich ­bestimmte Frauen absichtlich Situationen aus, in denen ihnen Anmache von mächtigen Männern droht.

Stuttgart - Aus Sicht von Integrations­ministerin Bilkay Öney (SPD) setzen sich ­bestimmte Frauen absichtlich Situationen aus, in denen ihnen Anmache von mächtigen Männern droht. „Natürlich ist es nicht schön, wenn Frauen sexuell belästigt werden. Allerdings gibt es auch die andere Seite: Manch eine Journalistin, Sekretärin oder Praktikantin sucht bewusst die Nähe zu wohl­habenden oder mächtigen Männern. Gerade mächtige Männer in der Politik scheinen ­beliebt. Dafür gibt es eine Reihe prominenter Beispiele“, sagte die Ministerin, ohne Namen zu nennen..

Sexuelle Belästigung gehört einer Untersuchung zufolge für viele Frauen zum Alltag. Nach einer Erhebung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) beklagte sich 2011 jede zweite Frau in der EU, schon einmal am Arbeitsplatz anzüglich angesprochen oder berührt worden zu sein. In Deutschland ­haben laut einer Studie des Familien­ministeriums 58 Prozent der befragten ­Frauen mindestens einmal sexuelle Belästigung erlebt, davon 42 Prozent am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Ausbildung.

Deutschland befindet sich mitten in einer Sexismus-Debatte. Was denken Sie, brauchen wir neue Regeln? Diskutieren Sie mit.

 

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