Sexismus-Debatte Ministerin Öney: Bestimmte Frauen suchen die Anmache

Andrea Wyrwoll, 30.01.2013 05:00 Uhr

Stuttgart - Aus Sicht von Integrations­ministerin Bilkay Öney (SPD) setzen sich ­bestimmte Frauen absichtlich Situationen aus, in denen ihnen Anmache von mächtigen Männern droht. „Natürlich ist es nicht schön, wenn Frauen sexuell belästigt werden. Allerdings gibt es auch die andere Seite: Manch eine Journalistin, Sekretärin oder Praktikantin sucht bewusst die Nähe zu wohl­habenden oder mächtigen Männern. Gerade mächtige Männer in der Politik scheinen ­beliebt. Dafür gibt es eine Reihe prominenter Beispiele“, sagte die Ministerin, ohne Namen zu nennen..

Sexuelle Belästigung gehört einer Untersuchung zufolge für viele Frauen zum Alltag. Nach einer Erhebung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) beklagte sich 2011 jede zweite Frau in der EU, schon einmal am Arbeitsplatz anzüglich angesprochen oder berührt worden zu sein. In Deutschland ­haben laut einer Studie des Familien­ministeriums 58 Prozent der befragten ­Frauen mindestens einmal sexuelle Belästigung erlebt, davon 42 Prozent am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Ausbildung.

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Kommentare (13)
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JAN
30
Rutenträger, 13:32 Uhr

Bestimmte Frauen suchen die Anmache

Solche Debatten lieben wir Männer. Die Frauen enttarnen sich und machen sich auch noch lächerlich.

JAN
30
'Rutengänger', 12:17 Uhr

Danke für diesen

netten Begriff. Diese Diskussion darf ruhig stattfinden, und ich kann sie gut aushalten. Ob sie die Quote von Deppen wesentlich verringert, darf aber getrost bezweifelt werden, Denn die ist bei Männern wie Frauen gleichermaßen ziemlich zementiert. Wenn sich diese damit aber aus der weiteren Vermehrung ausklinken, sollte mir das sehr recht sein. Und für kommende Generationen vielleicht ein Gewinn. Allerdings zeigt das wahre Leben immer wieder, dass die größten Machos oft die schärfsten Schnitten abziehen. Und der hier so oft geforderte anständige Frauenversteher guckt blöd und verflucht heimlich seine vornehm zurückhaltende Art. Die Moral von der Geschicht: das Problem zeigt sich immer wieder in neuen Facetten und hat keine Lösung. Ein sexuelles Spannungsfeld lässt sich nicht eindeutig regeln und wird immer unscharfe Bereiche haben, in denen eine missglückte Anmache als sexuelle Belästigung beschrieben werden kann. Mädels: hängt es wieder ein bisschen tiefer - und Jungs: lasst Euch nicht komplett und vorbeugend 'enteiern' (wie Herr Jauch sagt), versucht einfach, dazuzulernen. Soll ja ein Leben lang funktionieren, wenn man nicht gerade alternder Politiker oder alternde Emanzipationsvorkämpferin ist.

JAN
30
MenschenOhneHirn, 11:12 Uhr

Affentanz um eine Nichtigkeit

Bei einigen Menschen muss man sich echt fragen, ob diese überhaupt noch etwas zum Lachen haben im Leben. Ich (als Mann) würde in meinem alltäglichen Arbeitsumfeld etwas vermissen, wenn nicht ab und zu auch mal ein deftiger oder lockerer Spruch von der Frauenwelt kommen würde. Das zeigt wenigstens, dass auch Frauen ganz normale Wesen sind und nicht - wie manche Möchtegern-Emanzipierten - dauernörgelnde Männerhasserinnen. Frauen nehmen sich überall das Recht heraus ihre 'Einzigartigkeit' zu zelebrieren, weil überall der vergewaltigende Männermob unterwegs ist. Ich aber stelle fest, dass ich mich als Mann gegängelt fühle, wenn ich ins Kino gehen will und nicht rein darf, weil 'Frauenabend' ist. Wenn ich ins Fitness gehe und die Sauna nicht benutzen darf, weil 'Frauentag' ist. Wenn ich beim Mitternachtsshoppen in den Karstadt will und nicht rein darf, weil 'Frauenstunde' ist. Mädels, wenn ihr euch einen Mädelsfilm anschauen wollt, dann macht das doch einfach, aber grenzt nicht andere mit eurem Verfolgungswahn aus. Wenn ihr unter euch in der Sauna sein wollt, dann geht in einen Frauenclub (Ich würde mich sehr dafür interessieren, wie groß der Aufschrei sein würde, wenn es einen reinen Männer-Fitnessclub geben würde!!!). Wenn ihr beim Einkaufen unbeobachtet sein wollt, dann konzentriert euch auf die Ware und nicht auf die Typen, die eben auch einkaufen gehen wollen. Und für diejenigen Kerle, die ein 'Lass mich in Ruhe!' nicht hören/verstehen wollen, gibt es im öffentlichen Raum auch eine Methode: LAUT WERDEN! Und sie werden sehen, dass es unter den Rutengängern auch solche gibt, die Ihnen beim 'Lass mich in Ruhe!' helfen werden (auch wenn *diese* Frauen das nicht glauben wollen: ganz ohne Hintergedanken).

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