Sehnsucht nach Berlin-Finale VfB Stuttgart hat großes Ziel gegen Bochum

dpa/lsw, 26.02.2013 15:07 Uhr

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat Sehnsucht nach Berlin. Letztmals stand der Fußball-Bundesligist 2007 im Endspiel des DFB-Pokals. Nun trennen die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia nur noch zwei Etappen vom sechsten Finaleinzug. Der Elfte der deutschen Eliteklasse muss dafür an diesem Mittwoch (19 Uhr/Sky) vor heimischer Kulisse Zweitligist VfL Bochum aus dem Weg räumen.

„Wir wollen unbedingt zu den letzten Vier gehören“, sagte Labbadia am Dienstag. „Für uns ist es ein großes Ziel, ins Halbfinale einzuziehen.“ Sportdirektor Fredi Bobic ging einen Tick weiter und richtete einen zaghaften Blick auf das zum Greifen nahe Finale in Berlin. „Wenn du soweit gekommen bist, willst du den Weg auch bis zum Ende gehen“, sagte er. Labbadia räumte aber ein: „Berlin ist trotzdem noch in weiter Ferne.“

Für den Stuttgarter Trainer spielt der Klassenunterschied gegen den Club aus dem Ruhrpott keine Rolle. „Wir können keinen Gegner unterschätzen“, sagte der frühere Bayern-Stürmer. Als „klarer Favorit“ wolle der VfB gegen einen Kontrahenten, der durch seine Geschlossenheit besteche, die Runde der letzten Vier erreichen.

Vor dem K.o-Duell gegen den VfL forderte Labbadia mehr Klarheit in den Aktionen seiner Kicker. Beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Samstag hatten die Stuttgarter noch leichtfertig einen Dreier aus den Händen gegeben.

Okazaki-Rückkehr gegen Bochum denkbar

Auf ein Elfmeterschießen bereitete der Coach der Schwaben seine Mannschaft nicht gesondert vor. „Es ist schwierig zu trainieren, weil du den Druck nicht imitieren kannst“, erläuterte Labbadia. Große Umstellungen in seinem Team wird er vermutlich nicht vornehmen. Denkbar ist aber die Rückkehr von Shinji Okazaki, um gegen den Zweitligisten von Beginn an für mehr Offensivkraft zu sorgen.

Für den VfL Bochum ist die Dienstreise an den Neckar der vorläufige Höhepunkt einer durchwachsenen Saison. Der Zweitliga-13. kann immerhin Christoph Dabrowski und Yusuke Tasaka einplanen. Die beiden Profis kehren in den Kader zurück, sollen aber nicht in der Startelf stehen. Dabrowski hatte zuletzt gesperrt gefehlt. Tasaka ist von einer Knieverletzung genesen.

VfL-Coach Karsten Neitzel spricht den Schwaben die Favoritenrolle zu. „Wir müssen als Zweitligist schon über uns hinauswachsen, und der VfB darf keinen optimalen Tag erwischen. Das ist das Wichtigste“, sagte er. Für Sportvorstand Jens Todt steht vor dem Duell bei seinem früheren Club fest: „Das ist ein Highlight. Es ist doch schön, dass auch wir mal eine englische Woche haben.“ Mittelfeldspieler Christoph Kramer meinte kess: „Stuttgart ist nicht der FC Bayern, keine Übermacht.“

Auf persönliches Steigerungspotenzial setzt bei den Stuttgartern Vedad Ibisevic. Der zuletzt im Abschluss glücklose Stürmer hat gute Erinnerungen an den DFB-Pokal. Sein letzter Treffer datiert nämlich vom 19. Dezember des vergangenen Jahres. Beim 2:1 gegen den 1. FC Köln machte Ibisevic vor heimischer Kulisse den Einzug in die Runde der letzten Acht perfekt. Vielleicht ein gutes Omen.

 
 
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Kommentare (17)
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FEB
28
Uli, 11:12 Uhr

Schlechtes Wetter

Es geht es nicht um Schönwetterfans, wann begreifen dies den einige Fans hier. Habt ihr den Tomaten auf den Augen. Seht ihr nicht, wie der VfB ohne Ideen Samstag für Samstag Spiele abliefert, die absolut kein System erkennen lassen. Alles nur Zufallsgekicke! Jetzt wieder gegen Bochum! Man kann auch gegen Bochum verlieren, sicher! Aber mittlerweile ist doch dieses Gekicke schon peinlich, weil es sich jede Woche wiederholt und keine Besserung in Sicht ist. Es gibt keine Schönwetterfans. Alle hier haben ihr Herz beim VfB, ohne Ausnahme, da bin ich sicher! Aber wenn schon ganz Fussballdeutschland über das unverschämte Glück des VfB`s den Kopf schüttelt. Wie ist den der VfB in die Euroliga K.O. Runde gekommen? Nicht mit schönen Spielen sondern mit einem Glück was sicher so noch nie gegeben hat! Wie ist er den unter die letzten vier im Pokal gekommen? Sicher nicht durch schöne Spiele. Wir wollen schöne Spiele sehen! Wie spielt er denn in der Liga, wie könnt ihr mit so einer Spielweise zufrieden sein?

FEB
28
Fan aus GT, 01:57 Uhr

An Uli

Leider fällt mir zu Ihren Worten nichts mehr ein. Der Fan Sundermann bringt es auf den Punkt! Danke, sehr gut formuliert.

FEB
27
Helmut, 23:07 Uhr

Der VFB hat großes vor...

Das Synonym für schlechten Fußball: eindeutig der VFB Stuttgart. Man hofft nach jedem Spiel schlimmer geht es nimmer, aber leider werden wir selbst gegen Bochum eines besseren belehrt. Laberdia raus und vergiß Deinen Co Trainer . VFB ein Leben lang

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