Sechs Modelle im Test Thermobecher – Heiße Mitläufer

Von Kerstin Ruchay 

Coffee to go – der Kaffee für unterwegs liegt im Trend Foto: dpa
Coffee to go – der Kaffee für unterwegs liegt im TrendFoto: dpa

Seit 15 Jahren gehört der Kaffee zum Mitnehmen für viele zum Alltag. Damit nicht mit dem steigenden Kaffeekonsum auch der Müllberg wächst, bieten immer mehr Hersteller Mehrwegbecher an. Wir haben sechs Modelle auf Isolierleistung und Handhabung getestet.

Stuttgart - Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen: Durchschnittlich 165 Liter trinkt jeder im Jahr – knapp zwei Tassen am Tag. Erst danach kommen Mineralwasser mit 140 Litern und Bier mit 107 Litern. Das zeigt ein Vergleich der Zahlen des Deutschen Kaffeeverbands, des Verbands Deutscher Mineralbrunnen und des Deutschen Brauer-Bunds.

Etwa jede vierte Tasse Kaffee trinken die Verbraucher außer Haus, schätzt der Deutsche Kaffeeverband. Längst bieten nicht nur Bäckereien oder Cafés einen Kaffee zum Mitnehmen an, auch an Tankstellen, bei Fast-Food-Ketten oder an Imbissständen ist er zu haben. Wann der Kaffee im Pappbecher genau Einzug in Deutschland gehalten hat, ist nicht ganz klar. Der Trend kam Ende der 90er Jahre mit den ersten Coffee-Shops nach amerikanischem Vorbild nach Deutschland. In Übersee gehörte der „Coffee to go“ schon damals zur Alltagskultur. Bereits 1961 sah man US-Schauspielerin Audrey Hepburn in dem legendären Streifen „Frühstück bei ­Tiffany“ mit einem Pappbecher in der Hand vor dem Juweliergeschäft stehen.

Tee vorher etwas abkühlen lassen

Auf diese Entwicklung in Deutschland haben auch die Konsumgüterhersteller reagiert. In immer mehr Variationen bieten sie Kaffeebecher für unterwegs an. Isolierbecher, Thermobecher oder Trinkbecher werden sie genannt, aus Kunststoff, Edelstahl oder auch Porzellan. Selbst Kaffee-Ketten bieten eigene Modelle an.

Doch welches Modell soll man nehmen? Wir haben eine kleine, subjektive Auswahl getroffen und Hersteller ausgesucht, die auf unterschiedliche Materialien setzen. Entscheidend für die Bewertung waren die Handlichkeit und die Isolierleistung der Kaffeebecher. Beim Preis muss jeder selbst entscheiden, wie viel ihm der heiße Kaffeegenuss für unterwegs wert und welches Material ihm lieber ist. Plastik etwa ist nicht jedermanns Geschmack. Immer wieder kommt die Diskussion auf, ob Weichmacher herausgelöst und mit dem Getränk aufgenommen werden könnten.

Auch Teetrinker kommen dabei auf ihre Kosten: Denn die Thermobecher eignen sich auch für Tee. Wer seinen Becher mit Kaffee aus der Maschine füllt, muss vor dem Trinken weniger pusten. Damit der Kaffee lang heiß bleibt, sollte der Becher aus Edelstahl vorher mit heißem Wasser ausgespült werden. Das Getränk bleibt zwar schön heiß, ist aber nie so heiß, dass man sich die Zunge verbrennen könnte. Anders beim Tee: Wer kochendes Wasser in den Isolierbecher füllt, sollte den Tee vorher etwas abkühlen lassen, bevor er den Deckel drauf schraubt. Auch beim ersten Schluck sollte man dann etwas vorsichtig sein. Denn viele Thermobecher halten wirklich, was sie versprechen.

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