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Schwächephasen kosten möglichen Punkt

"Marbach und Bottwartal", vom 06.02.2012 02:46 Uhr
Beilstein Die Handballer der SG Bottwartal unterliegen zu Hause dem SV Fellbach in der Württembergliga mit 27:30. Von Henning Maak

Die Württembergliga-Handballer der SG Bottwartal haben am Samstagabend gegen den Tabellenneunten SV Fellbach ihre beste Leistung in der Rückrunde geboten, sind aber am Ende bei der 27:30 (14:15)-Heimniederlage dennoch wieder mit leeren Händen dagestanden. Grund dafür war, dass sich die Bottwartäler in entscheidenden Spielphasen immer wieder Aussetzer leisteten, die der SV dazu nutzte, entscheidend davonzuziehen.

Schon in der Anfangsphase fanden die Gastgeber schwer ins Spiel: Nach fünf Minuten stand es 2:2, nach zehn Minuten lag die SG mit 2:5 zurück. Vor allem Rechtsaußen Thomas Müller scheiterte wiederholt am starken Fellbacher Schlussmann Stefan Doll. "Immerhin hat Fellbach in dieser Phase aber auch nicht sein gefährliches Konterspiel aufziehen können", meinte SG-Trainer Silvio Korn. Mit der Einwechslung von Vanja Babler kam mehr Druck ins Angriffsspiel der SG: Der Kroate und der erstmals spielberechtigte Kreisläufer Sebastian Schmitz sorgten mit ihren Treffern dafür, dass die Gastgeber nach 16 Minuten zum 8:8 ausgleichen konnten.

Anschließend hatte die Mannschaft von Trainer Korn ihre beste Phase im Spiel und konnte einen 12:9-Vorsprung (21.) herauswerfen. Gästecoach Frieder Hansen reagierte mit einer Auszeit, die die SG-Angreifer aus dem Konzept brachte. "Hannes Kurz hat auf der Spielmacherposition danach die offenen Räume in der SVF-Abwehr nicht mehr erkannt", bedauerte der SG-Trainer. Die Fellbacher glichen zum 12:12 (25.) aus und machten bis zur Pause nicht nur einen 12:14-Rückstand (28.) wett, sondern führten sogar knapp mit 15:14.

Zu Beginn der zweiten Hälfte leistete sich die SG ihre zweite vorentscheidende Auszeit: Nach 40 Minuten leuchtete ein 15:21-Rückstand von der Anzeigetafel. "Wir sind in der Abwehr überhaupt nicht ins Blocken gekommen", monierte der SG-Trainer. Der überragende Ivan Tolic im Tor der SG Bottwartal sah sich von seinen Vorderleuten verlassen und hatte gegen die Rückraumwürfe des in dieser Phase stark aufspielenden Fellbacher Spielmachers Ivan Miletic keine Chance.

Danach leisteten sich allerdings auch die Gäste eine Schwächephase, die vor allem Vanja Babler mit Toren auszunutzen wusste. Selbst in doppelter Unterzahl verkürzte die SG auf 22:24. Die Aufholjagd endete aber, als die Gastgeber zum dritten Mal per Siebenmeter an Doll scheiterten und zudem zwei freie Würfe von den Außenpositionen vergaben. Der Tabellenneunte zog auf 24:30 davon und brachte die Begegnung dann ohne Mühe nach Hause.

SG Bottwartal: Tolic, Hoffmann - Koch (4), Müller (1/1), Kandziora, Babler (7), Stettner (6/3), Jelinic (3), Kurz (1), Käfer (1), Brock (1), Schmitz (3), Frank.

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