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Schuldenkrise Griechenland steuert ins Chaos

dpa, vom 10.02.2012 16:05 Uhr
 Foto: dapd
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Berlin - Die Lage in Griechenland wird zusehends hoffnungsloser. Zum Start eines zweitägigen Generalstreiks protestierten die Hellenen am Freitag gegen die geplante Sparmaßnahmen, in Athens Straßen flogen Steine und Brandsätze. Die EU-Finanzminister hatten zuvor die Geduld mit der griechischen Regierung verloren und Athen ein Ultimatum gesetzt: Bis Mittwoch müssen die Bedingungen für ein neues Rettungspaket erfüllt sein. Der Bundestag, dem die größten parlamentarischen Mitwirkungsrechte in der EU zustehen, zeigte sich gereizt und räumte eine Galgenfrist von zwei Wochen ein. Die Börse reagierte mit Verlusten.

In Athen, wo sich etwa 7000 Menschen versammelten, ging die Polizei mit Tränengas gegen Demonstranten vor. Die zwei größten Gewerkschaften des Landes hatten zum Streik aufgerufen. Ein separater Protestmarsch der Kommunisten, an dem sich etwa 10.000 Demonstranten beteiligten, ging friedlich zu Ende.

Juniorpartner in Athen will nicht zustimmen

Bis Mittwoch muss die Regierung in Athen drei Bedingungen erfüllen, ohne die es kein zweites Rettungspaket für Griechenland in Milliardenhöhe gibt: Das griechische Parlament muss die neuen Spargesetze verabschieden, die drei großen Parteien müssen das Abkommen unterschreiben, und darüber hinaus muss eine weitere Finanzierungslücke von 325 Millionen Euro durch nachhaltige Reformen geschlossen werden.

Der Juniorpartner der griechischen Koalition scherte allerdings schon aus und kündigte an, den neuen Sparmaßnahmen am Sonntag im Parlament nicht zustimmen zu wollen. Die kleinen rechte Partei LAOS unter Giorgos Karatzaferis ist mit 16 Abgeordneten im Parlament vertreten. Insgesamt verfügt die Regierungskoalition über 252 Stimmen. Wenn die beiden anderen Parteien - die Sozialisten und die Konservativen - zustimmen, kann das Sparpaket trotzdem ohne Probleme verabschiedet werden.

Börse und Euro geben nach

Deutschland räumt Griechenland zur Lösung seiner Schuldenprobleme eine zweiwöchige Galgenfrist ein. Der Bundestag werde am 27. Februar auf einer Sonersitzung über weitere Hilfen entscheiden, vereinbarten die Fraktionen in Berlin. Quer durch alle Parteien wuchsen allerdings die Zweifel, ob Athen überhaupt in der Lage sei, die entsprechenden Beschlüsse zu fassen und seine Versprechungen einzuhalten.

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos schwor unterdessen seine Landsleute mit drastischen Worten auf die bitteren Beschlüsse ein: „Wenn wir unser Land retten und in der Eurozone und in Europa bleiben wollen, dann müssen wir tun, was wir zu tun haben.“ Es bleibe nur die Wahl „zwischen der Demütigung eines stolzen Landes - oder einer noch größeren Demütigung, wenn wir der Illusion folgen, unser Gesicht mit Entscheidungen zu wahren, die noch viel höhere soziale Kosten hätten.“

Am Aktienmarkt drückte die griechische Tragödie unterdessen die Kurse. Der DAX weitete am Nachmittag seine Verluste aus. Auch der Euro gab nach und fiel unter die Marke von 1,32 US-Dollar.

 

Kommentare (2)
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FEB
11
10:57 Uhr, geschrieben von BabaJo
Hartz IV für Hellas
Deutschland der Exportweltmeister! Nach Autos, Waffen und Maschinen nun eben auch unser tolles Hartz IV. Nichts anderes ist das nämlich was die so genannte Troika hier den Griechen aufoktroyiert. Natürlich muß Griechenland dringend eine Lösung für sein Problem finden aber das was die EU und damit auch Deutschland, hier von Griechenland fordert und damit dem Volk abverlangt hat mit Hilfe nichts mehr zu tun. Griechenland wird es so ergehen wie allen Hartz IV-Beziehern hier in Deutschland, sie werden so lange gegängelt und zu sinnlosen Dingen gezwungen bis wirtschaftlich absolut nichts mehr geht und die Menschenwürde keine Bedeutung mehr hat. Den Griechen wird es so ergehen wie einem Arbeitslosen bein Jobcenter: Anträge ausfüllen, die Hosen runter lassen und alles ,bis hin zu den Sparbüchern der Kinder, offen legen und die intimsten Dinge nach außen tragen lassen und wehe m an macht nicht sofort exakt das tut was dann ein Bürokrat (im Falle Griechenland) irgendwo im fernen Brüssel verlangt - sperre der Leistungen! Was hier geschieht birgt die riesige Gefahr der Revolte und der Anarchie und wie es scheint hat niemand aus der Geschichte gelernt, denn die Folgen des Verailler Vertrages kennt doch eigentlich jeder. Griechenland wird kaputt gespart und das einfache Volk muß nicht nur die Suppe auslöffeln die ihm durch unfähige und korrupte Politiker und Wirtschaftsbosse, die Banken und nun die EU eingebrockt wurde sondern es wird auch zum sterben allein gelassen, denn eines ist sicher, wenn niemand der EU-Moralaposteln zur Vernunft kommt wird Griechenland an der EU-Medezin sterben. Behandlung erfolgreich .... aber leider ist der Patient verstorben (shit happens). Es ist übrigens keine Frage der Idiologie, sondern eine Frage des Anstandes und der Menschlichkeit. Es verbietet sich eigentlich von selbst andere für die eigenen Fehler büßen zu lassen aber das genau tut die Politik und jeder einzelne Politiker, insbesondere die ,die das "C" fü Christlich vor sich her tragen.
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FEB
10
13:07 Uhr, geschrieben von Albert Seitzer
Kandarre anstatt Problemlösung
Ist diese Kandarre so viel wert? Warum will man das Schuldenproblem nicht lösen? Wer verursacht diese unfassbar hohen Schulden? Die Verbrecher sind bekannt! Sie werden nicht einmal erwähnt, dürfen sogar an der Kandarre basteln und ziehen. Die Politiker sind nur die Lakaien dieser Verbrecher! Dass die Politiker sich nicht schämen! Es ist kein Griechenlandproblem, kein Staatsschuldenproblem - es ist ein Ethikproblem. Die Lösung wäre einfach, wenn sie gewünscht würde.
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Ein Schnipsel zur Wahrheit
Ex-Innenminister Beckstein soll Inserat zur Anwerbung von verdeckten Mitarbeitern erklären.
Obamas Appalachen-Problem
Die Vorwahlen in der Partei waren für Obama ein Spaziergang. Bis auf einige Staaten im Süden.  

 

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