Die Schorle ist Theo-Heuss-affin? Ich habe sie immerhin beim coolen Sandburgenbauen auf dem Killesberg gekriegt . . .
Patrick Braun: Ja, das ist toll. Die haben mich angefragt. Da wohne ich gleich um die Ecke. Aber wir sind auch in der Stadt unten ganz gut vertreten. Im David and Dean in der Calwer Straße, im Todi's, in den Innenstadtkinos und im Kino am Bollwerk und im Beatclub. Die Schorle steht auch in einigen Supermärkten, wie im Alnatura.
Das ist ein Bio-Supermarkt. Bio ist auch Ihr Alleinstellungsmerkmal. Immerhin gibt's Schorle in Flaschen schon länger, in München wird Viqua mit württembergischem Riesling abgefüllt.
Patrick Braun: Ja. Aber das wussten wir bei unserer Anfangsidee nicht, später sind wir natürlich drauf gestoßen. Wir machen allerdings die erste Bio-Weißweinschorle in Flaschen. Wir haben uns dabei allein vom Geschmack leiten lassen, die Qualität war für uns entscheidend. Und nach allen Tests . . .
. . . in der WG?
Patrick Braun: Unter anderem. Jedenfalls fanden wir nach den Tests, dass eine Schorle mit fruchtbetontem Chardonnay am besten schmeckt. Der einzige Markt, auf dem eine verlässliche Menge an Bio-Chardonnay zu kriegen war, war übrigens Italien.
Das Design der Flasche ist auch ganz schick. Welche Werbeagentur war daran beteiligt?
Volker Netzhammer: Keine. Natürlich ist das Design auf der Flasche in so einem Fall mitentscheidend. Das hat ein Freund gemacht, der Grafikdesign studiert.
Patrick Braun: Natürlich gibt es einen Einfluss vom Etikett auf das Qualitätsempfinden. Das war wichtig. Sieht es teuer aus? Sieht es ehrlich aus? Bodenständig? Aber letzten Endes muss der Inhalt stimmen, sonst kaufen es die Leute eben nur einmal.