Schorndorfer Woche Sorgenvolle Blicke auf das Stadtfest

Von Oliver Hillinger 

Die Polizei hat nach den Vorfällen bei der Schorndorfer Woche am Wochenende den Schlosspark am Montagabend wie geplant geräumt. Der Oberbürgermeister sorgt sich um die Zukunft des Stadtfestes.

Schorndorf - Der Park um das Schorndorfer Burgschloss ist an diesem Montagabend gegen 22.30 Uhr völlig geräumt gewesen. Feuerwehrleute hatten das Gelände nach Einbruch der Dunkelheit erleuchtet. „Wir haben gegen 22 Uhr begonnen, die Leute auf dem Platz darauf aufmerksam zu machen, das Alkoholkonsum nicht mehr gestattet ist“ sagt der Leiter des Schorndorfer Polizeireviers, Markus Jatzko. Damit werde ein Verbot umgesetzt, das die Stadt ohnehin für die Parkflächen um das Schloss erlassen habe. Die meisten Jugendlichen verließen das Gelände, einige in die Richtung des benachbarten Stadtfestes.

„Wir finden das übertrieben“,sagt ein Oberstufenschüler, der mit seinen Freunden im Park das bestandenen Abitur gefeiert hat. Das Feiern bei Stadtfest im Park nennt er „das Beste in Schorndorf“, die Medienpräsenz in der Stadt seit den Vorfällen am Samstagabend sei „völlig übertrieben“. „Alle meine Freunde sind jetzt bei einem Nachrichtensender zu sehen“, sagt der Abiturient.

Der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer, der auch erschienen ist, betrachtet die Situation sorgenvoll. Es herrsche nun eine „sehr gedämpfte Stimmung“ bei den Ehrenamtlichen, die an den zahlreichen Vereinsständen das Stadtfest ausrichten - zumal am Montag verhältnismäßig wenig Besucher gekommen seien. „Wir müssen jetzt sehen, wie wir sie wieder aufbauen“, sagt er. Das sei er als Bürgermeister von Schorndorf seinen Bürgern schuldig.

Von der nächsten Herausforderung berichtet die Grünen-Landtagsabgeordnete Petra Häffner, die ebenfalls vor Ort ist. Die AfD im Landtag will an diesem Donnerstag die Vorfälle in Schorndorf zum Gegenstand einer aktuellen Debatte machen. Damit wird Schorndorf wohl oder übel weitere Tage in den Schlagzeilen bleiben.

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