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Säumige Beitragszahler Kassen klagen über Milliardenschaden

Norbert Wallet, vom 03.02.2012 13:36 Uhr
Viele der gesetzlich Krankenversicherten zahlen ihre Beiträge nicht. Foto: dpa
Viele der gesetzlich Krankenversicherten zahlen ihre Beiträge nicht. Foto: dpa
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Berlin - Vor allem um die Zahlungsmoral kleiner Selbstständiger ist es oft schlecht bestellt. Kündigung ist verboten. Ob und wie die Kassen zu ihrem Geld kommen, ist unklar.

Säumige Beitragszahler stehen bei den gesetzlichen Krankenkassen mit einer Milliardensumme in der Kreide. Ende 2011 war ein Fehlbetrag von mehr als 1,2 Milliarden Euro aufgelaufen. Im August 2011 wiesen 638.000 Versichertenkonten Rückstände von gut einer Milliarde Euro auf. „Die Instrumente der gesetzlichen Krankenkassen, gegen säumige Zahler vorzugehen, sind begrenzt“, sagte die stellvertretende Sprecherin des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Ann Marini. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach nannte die Möglichkeiten ausreichend.  Allerdings schöpften viele Kassen dies nicht aus, „weil sie entweder kein entsprechendes Management aufgebaut haben oder die Versicherten nicht verlieren wollen“.

Krankenkassen kaum  Möglichkeiten, gegen säumige Beitragszahler vorzugehen

Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn sagte unserer Zeitung: „Mir fehlt die Fantasie, wie wir weitergehende Einschränkungen oder Sanktionen vornehmen sollen. Wir können Nichtzahler im Notfall schließlich nicht unbehandelt lassen.“  Die Grünen-Politikerin Biggi Bender warb  gegenüber unserer Zeitung für die Bürgerversicherung. Im jetzigen System könnten sich viele kleine Selbstständige den Mindestbeitrag nicht leisten. Vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass die privaten Krankenkassen über ein Finanzloch von mehr als einer halben Milliarde Euro durch Nichtzahler klagten.

Kommentare (4)
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FEB
06
10:29 Uhr, geschrieben von sam.boskop
versicherung
eine bürgerversicherung aus steuern bezahlt für alle, mit definierten leistungen und die private versicherung für alle zusatzleistung. damit wären die privaten versicherungen gut bedient, die gesetzlichenkrankenkassen hätten deutlich mehr einnahmen und die "konkurrenz" (gesetzliche leistungen zu festgelegten prämien) könnte man einstampfen, 200 vorstandsgehälter bei den kassen könnte man einsparen.
FEB
05
17:09 Uhr, geschrieben von HR
Die K-Kassen sind doch sonst nicht so zimperlich
Ich habe mal als "1.Mahnung" wegen angeblichen Nichtzahlens gleich einen Pfändungsbescheid bekommen. Zum Glück von einer Krankenkasse, die ich gar nicht kannte. Eine andere hat mir mal an die 30000 Euro abgebucht. Wie das ohne mein Zutun geschehen konnte ist ein Rätsel geblieben. Ich habe das Geld dann mit Zinsen wieder zurückbekommen nachdem das Versehen (falsche Firma) erkannt war.
FEB
05
10:38 Uhr, geschrieben von Georg Schmidt
Beitragszahler klagt über Milliardenverschwendung
Durch Bürokratie, Überregulierung, Versorgungsmentalität der Kassenleitungen. Beitragszahler sehen kaum Möglichkeiten, gegen diese Zustände vorzugehen. ---Leistungserbringer klagen über schikanöses Verhalten der Kassen bei der Rezeptabrechnung. Ein falsch gesetztes Kreuz des Artzes bringt, wenn es nicht bemerkt wird, einen Physiotherapeuten um sein gesamte Entgelt für dieses Rezept. Es wir einfach nicht bezahlt! Leistungserbringer sehen kaum Möglichkeiten, gegen dieses Geschäftsgebaren vorzugehen. Was soll das steinewerfen aus dem Glashaus?
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