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S-West: Jahresrückblick Ein Jahr der Neu- und Wiedereröffnungen

Kathrin Thimme, 29.12.2012 10:00 Uhr

S-West - Auch im nächsten Jahr werden dem Westen die (Bau-)Vorhaben nicht ausgehen. Obwohl 2012 das Jahr war, in dem viele Projekte, die sich teils über Jahre hingezogen haben, einen Abschluss gefunden haben. Eines der größten Projekte war die Umgestaltung des Rossbollengässle, dessen Eröffnung groß gefeiert worden ist.

Der Feuersee

Des Westlers liebster Ort ist der Feuersee. An ihm hält er sich gern auf. Dieses Jahr stand das Gewässer aber besonders im Fokus. Mehrmals haben Mitarbeiter des Zentrallabors der Stadtentwässerung Wasserproben entnommen. Jetzt ist klar, warum der See im Sommer immer mal wieder müffelt. Es liegt vielmehr an der geringen Wassermenge als an der Wasserqualität. Eine Leitung von den Kaltentaler Quellen zum See ist defekt. „Der Bezirksbeirat hofft, dass 2013 die Leitung repariert werden kann“, so Bezirksvorsteher Reinhard Möhrle. Damit auch das Umfeld des Feuersees schöner wird, stehen 150 000 Euro zur Verfügung. Allerdings wird die Umgestaltung voraussichtlich reduzierter ausfallen als gewünscht. Grund ist der Denkmalschutz, der für das Ensemble Johanneskirche, See und Umgebung gilt. Ob 2013 die lang gehegten Umgestaltungspläne umgesetzt werden, ist allerdings fraglich.

Der Mammutbaum

Der Mammutbaum am Bismarckplatz bewegt die Gemüter. Seit Jahren ist der Baum krank. Die Ursache konnte nicht endgültig erforscht werden, diverse Kuren schlugen nicht an. Zwar ist der Baum nicht mehr schön, aber vielen Westbürgern ist er ans Herz gewachsen. Doch das ändert nichts daran, dass er – wenn es die Wetterbedingungen zu lassen – am 18. Februar gefällt werden soll. Auf der S-West-Seite bei Facebook (www.facebook.com/0711West) war der Mammutbaum auch immer wieder Thema. Und dass er gefällt wird, wurde mit Bedauern kommentiert. „Schade drum. Hat irgendwie zum Bild vom Bismarckplatz gehört“ lautet ein Kommentar von Andreas Fulder.

Das Rossbollengässle

Das Rossbollengässle: Etwa acht Jahre hat es gedauert von der ersten Idee, aus dem Rossbollengässle einen Quartiersplatz zu machen, bis zur Eröffnung. Am 22. September war es soweit, die Umgestaltung war beendet, seither gehört der Innenhof den Bürgern. Das Rossbollengässle darf als Vorzeigeprojekt gesehen werden. Auch Reinhard Möhrle nennt es eines der „größten und bedeutendsten Projekte“ im Westen. Die Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Ämtern und Politikern lief nahezu reibungslos. Zudem wurden auf einen Schlag mehr Grünfläche und mehr Parkplätze geschaffen. Das kommt selten vor. Unterm Rossbollengässle liegt die im August eingeweihte Tiefgarage.

Das Polizeirevier Gutenbergstraße

Polizeirevier: Im Mai haben die Polizeibeamten in ihrem neuen Domizil die Umzugskartons ausgepackt. Das alte und neue Revier liegen nur ein paar Meter auseinander, der Weg bis zum Umzug war aber ein weiter. Schon Ende 2009 hatte es einen Termin gegeben. 2012 hat es geklappt. Dem Umzug folgte alsbald der Wechsel des Revierleiters. Bernhard Brenner sagte tschüss und arbeitet heute als Revierleiter in Karlsruhe. Die Geschäfte im Revier an der Gutenbergstraße leitet nun Polizeioberrat Rainer Weigl. Am 22. September wurde er im Rahmen des Tags der offenen Tür offiziell in seinem neuen Amt begrüßt.

Das Haus Hasenberg

Haus Hasenberg: Das neue Haus Hasenberg ist im März eröffnet worden, an der selben Stelle, an der zuvor das alte Pflegeheim gestanden hatte. Das neue Heim bietet 50 Pflegeplätze und 25 Eigentumswohnungen mit betreutem Wohnen.

Die Rosenbergkirche

Rosenbergkirche: Zwei Jahre hatte die Kirche geschlossen, am ersten Adventswochenende 2012 ist sie feierlich wieder eingeweiht worden. Der Umbau war der schrumpfenden Zahl der Gemeindemitglieder geschuldet. Statt 800 gibt es jetzt 200 Sitzplätze. Dafür ist das Gemeindehaus in die Kirche integriert. Und die Gemeinde nutzt den Umbau als Chance, sich neu zu positionieren. Nicht nur baulich ist die Rosenbergkirche nun offener gestaltet, auch die Gemeinde will sich stärker öffnen. Weltliches und kirchliches Leben sollen im Stadtbezirk besser vermengt werden. Und auch kulturelle Ereignisse sollen künftig in der Rosenbergkirche ein fester Bestandteil sein. Das ehemalige Gemeindehaus hat die Kirchengemeinde an die GWG-Gruppe verkauft. Die baut dort ein Mietswohnhaus und eine Kita. Die Arbeiten werden 2013 weitergehen.

Das Dillmann-Gymnasium und seine Turnhalle

Turnhalle Dillmann-Gymnasium: Für die Schüler, Lehrer und auch die Eltern war der 23. November dieses Jahres ein Festtag. Nach dreieinhalb Jahren, in denen die Turnhalle immer wieder schließen musste – erst wegen undichter Stellen, dann zwecks Sanierung –, ist sie wieder eröffnet worden. 4,85 Millionen Euro wurden investiert, um die Turnhalle, aber auch die Fassade des Schulgebäudes zu sanieren.

Das Friedrich-Eugens-Gymnasium und seine Turnhalle

Turnhalle Friedrich-Eugens-Gymnasium: Das Projekt, für das der Gemeinderat dem Westen am meisten Geld genehmigt hat, ist 2012 gestartet. Das Friedrich-Eugens-Gymnasium bekommt eine neue, zweigeteilte Sporthalle für rund sieben Millionen Euro. Unter der Sporthalle wird eine Tiefgarage für Anwohner gebaut. Die Baustelle wird das Jahr 2013 überdauern. Im Frühjahr 2014 soll die Halle fertig sein.

Das Bismarckhaus

Bismarckhaus: Für fünf Millionen Euro wird ein Investor das kriegsbeschädigte Haus am Bismarckplatz aufstocken. Die Eigentumswohnungen sind bereits verkauft, es wird aber auch welche zur Miete geben. Der Investor hätte das Projekt gern Ende 2013 abgeschlossen. Zunächst muss aber begonnen werden. Die Baugenehmigung ist schon erteilt worden.

Die Villa Elisa und die Schwabschule

Über kein anderes Thema ist in diesem Jahr mehr diskutiert und auch gestritten worden wie über die Villa Elisa. Es gab „sehr heftige Diskussionen im Stadtbezirk“, sagt Reinhard Möhrle. Vor allem hinsichtlich der Frage, wer wann nach dem Auszug des Schülerhorts die Villa nutzen wird. Im neuen Jahr wird nun fürs erste die Kita aus der Bismarckstraße 6 interimsweise die Villa beziehen. Auch bei der Kleinkindbetreuung sind die Räume rar – und die Zwischenlösung ist für die Kita ein Glücksfall.

Die Schulleiterin, Lehrer und die Eltern der Schwabschule werden sich auch im kommenden Jahr weiter dafür einsetzen, dass nach dem Auszug der Kita die Villa der Schwabschule zur Verfügung steht. Die Schule braucht den Platz, wenn sie Ganztagsschule wird. Für den Elternbeirat ist das „eine Herzensangelegenheit“. Die Unterstützung aus der Politik hat die Schule. Dennoch werden die Betroffenen am Ball bleiben müssen, um ihr Ziel zu erreichen.

Ein Tag der Freude war für die Schwabschule in diesem Jahr der 19. Oktober. An diesem Tag ist das neue Schülerhaus eingeweiht worden, in dem seither knapp 200 Grundschüler nachmittags spielen, lernen und zu Mittag essen.

 
 
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