Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren
Artikel bewerten [4.41/34]

"Rußfrei fürs Klima" Verbände fordern Tempo 40 in der Stadt

dpa/lsw, vom 14.12.2011 12:49 Uhr
Im Kampf gegen den Feinstaub fordern Umwelt- und Verkehrsverbände größere Umweltzonen. Foto: AP
Im Kampf gegen den Feinstaub fordern Umwelt- und Verkehrsverbände größere Umweltzonen. Foto: AP
Siehe auch

Stuttgart - Im Kampf gegen den Feinstaub fordern Umwelt- und Verkehrsverbände größere Umweltzonen sowie flächendeckend Tempo 40 auf Hauptverkehrsstraßen, 80 außerorts und 120 auf Autobahnen. BUND, Nabu, VCD und DUH monierten am Mittwoch in Stuttgart „die schwachen Anstrengungen“ des Landes und stellten ihre Kampagne „Rußfrei fürs Klima“ vor. Dieselruß und Stickstoffdioxid gefährdeten die Gesundheit der Menschen, und Stuttgart gehöre zu den am höchsten belasteten deutschen Städten. Dies werde sich nur ändern, wenn Klimaschutz und Rußminderung zu zentralen Punkten der Verkehrspolitik im Land würden.

BUND: Politikern die Gesundheit der Bevölkerung egal

„Wenn man die aktuellen Bemühungen zur Luftreinhaltung beobachtet, gewinnt man den Eindruck, dass den Politikern die Gesundheit der Bevölkerung egal ist und im Zweifelsfall der Autoverkehr bevorzugt wird“, sagte Verkehrsreferent Klaus-Peter Gussfeld vom BUND Landesverband. Es habe aber seit dem Regierungswechsel einige positive Signale aus dem Verkehrsministerium gegeben, der nun Taten folgen müssten.

Neben den Tempolimits fordern die Verbände etwa eine Nachrüstpflicht für Rußpartikelfilter bei allen Dieselfahrzeugen, stärkere Kontrollen in den Umweltzonen, ein Landes-Fahrradprogramm, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie eine Filterpflicht für alle Baumaschinen.

Außerdem verlangen sie, dass etwa Stuttgart auf Straßenneubauten wie Rosensteintunnel verzichtet, die tausende zusätzliche Fahrzeuge in die Stadt bringen könnten. Vielmehr sei an manchen Stellen ein Rückbau sinnvoll. „Verkehrsvermeidung muss ein zentraler Bestandteil des verkehrspolitischen Programms sein“, sagte Werner Korn, Landesgeschäftsführer vom Verkehrsclub Deutschlands.

Kommentare (15)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
  • Kommentare schreiben
Anzeigen
JAN
12
16:15 Uhr, geschrieben von BruderTux
Zuckerbrot und Peitsche
Wie wäre es wenn statt immer weiterer Verbote die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel atraktiver gestaltet würde? Kostenfreier oder stark bezuschusster Nahverkehr. (Ja das kostet viel Geld, könnte aber etwas abgefedert werden durch geringere Kosten für Straßenerneuerung) Geld scheint die Stadt ja zu haben. Zum Beispiel der völlig sinnfreie Umbau des Radweges von Kaltental nach Vaihingen. (Das gleiche Spiel planen sie jetzt auch in die andere Richtung) Die zweite Spur ist für Autofahrer zwar in der Tat unnötig, aber den teurern Bürgersteig hätte man nicht gebraucht. Doppelter Strich auf der Straße mit genügend Platz dazwischen hätte völlig ausgereicht. Ich bin schon gespannt wenn der Straße das nächste mal neu geteert werden muss...
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
0
Kommentar bewerten
DEZ
15
11:43 Uhr, geschrieben von NGP
Rückbau und Verkehrsvermeidung?
Herr Korn schreibt: Vielmehr sei an manchen Stellen ein Rückbau sinnvoll. „Verkehrsvermeidung muss ein zentraler Bestandteil... Problem ist hierbei: Rückbau bedeutet zu einem gewissen Teil auch Verlagerung. Nur wohin? Die Hauptverkehrsstraßen sind meist überlastet. Und mehr Stau ist eben nicht förderlich zur Abgasreduzierung.
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
13
Kommentar bewerten
DEZ
15
07:34 Uhr, geschrieben von Besorgter Stuttgarter
An 15:33 Uhr, geschrieben von Rainer. --> Danke für Ihre Antwort. - Die ist allerdings im Vergleich zu Dieseln leider hier nicht angebracht. - - Hier mit Ihrem Vergleich mit den Benzin-GDI Motoren wurde wahrlich Not mit Elend getauscht. - Doch die Probleme mit allen Dieseltriebwerken bleiben. --> Abschließend zu dem von Ihnen unterstellten Halbwissen: ich arbeite in der Automobilindustrie und dies sind unsere Erfahrungen aus unseren Messungen / bzw. weiteren Entwicklungen. Wenn wir schon dabei sind, bei Abgasmessungen (z. B. TÜV) können bundesweit defekte Partikelfilter von Dieselfahrzeugen nicht erkannt werden.
- Egal wie man es wendet ob Benziner oder Diesel, alles an kombinierten Masnahmen hierzu ist notwendig, für eine sauberere Luft. – - – - – - – - – - – - Mit den allerbesten Grüßen hier aus Stuttgart.
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
17
Kommentar bewerten
Kommentar-Seite
vorherige
1  von  5
nächste


Eltern fordern flexiblere Schulzeiten
Gesamtelternbeirat und Verwaltung informierten über das Ganztagskonzept und stießen auch auf Skepsis
Nebenrolle im Tatort wird verlost
Unter den Premieren-Guckern am Freitagabend wird eine Nebenrolle im nächsten "Tatort" verlost.

 

Anzeigen

 

Anzeige
Nachrichtenticker
18:57   Gold für Biedermann, Silber für Steffen
18:36   EU-Gipfel: Staatenlenker diskutieren über Wachstum in Europa
18:31   Ernst schlägt Wagenknecht als Linke-Parteichefin vor
18:26   Biedermann wieder Europameister über 200 Meter Freistil
18:19   Deutsche Aktien deutlich unter Druck - Sorgen um Griechenland
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
Video
Prospekte

Interaktiv
  • Umfrage
Facebook IPO

Das Soziale Netzwerk Facebook startete mit 38 Dollar pro Aktie - und legte einen der schlechtesten Börsengänge der vergangenen Jahre hin.  Wie reagieren Sie darauf?

 
Mit Schadenfreude! Ist doch gut, wenn der Facebook-Hype abschwächt
Mit Verwunderung. Ich hätte nicht gedacht, dass die Aktie so abstürzt
Mit Verärgerung! Wie kann das sein? Facebook ist doch ein tolles Unternehmen
 
(Ergebnis anzeigen)
 
  • Facebook
  • Foren
  • Twitter
 
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
ePaper
 
Für Abonnenten
Für Kaufinteressenten
» Abonnement
» StN Digital
» Einzelexemplar
» Infos
» Preise