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Rottenburg Herman hanebüchen

Frank Krause, vom 31.07.2010 07:04 Uhr
Eva Herman Foto: ddp
Eva Herman Foto: ddp
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Rottenburg - Drei Jahre war sie von der Bildfläche verschwunden, jetzt ist Eva Herman wieder da. Die frühere "Tagesschau"-Sprecherin liest wieder Nachrichten. Nicht mehr für die ARD, sondern für einen skurrilen Verlag in Rottenburg. Nun gibt's Ärger.

Der Werbeslogan verspricht brutalstmögliche Wahrheiten. "Nachrichten, die Ihnen die Augen öffnen", steht da unübersehbar auf der Homepage des Kopp-Verlags, der in Rottenburg am Neckar residiert. Darunter lächelt Eva Herman. Und wer nicht ganz genau hinschaut, der könnte meinen, er sehe die Online-Ausgabe der ARD-,,Tagesschau": Im Hintergrund strahlt das typisch leuchtende Blau des Ersten, daneben wird die Nachricht samt Bild eingeblendet, ganz vorne sitzt die Moderatorin, die mit seriöser Miene die Neuigkeiten aus aller Welt verliest.

Eva Herman hat es wieder in die Schlagzeilen geschafft

Mal geht es um die Rolle des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, der den Krawallmachern in seinem Land den Kampf ansagt, mal um Massenproteste in Indien, mal um den G-20-Gipfel in Toronto. Dann aber auch um Verbraucherthemen wie die drohenden Ausfälle bei der Weizenernte oder die Tatsache, dass der Haarschnitt für Frauen und Männer nicht unterschiedlich teuer sein darf - zumindest nicht in Österreich. Fast der ganz normale "Tagesschau"-Alltag also. Fehlt nur noch, dass die Sendung mit dem 20-Uhr-Gong eröffnet und mit der Überleitung zum Wetterbericht beendet wird.

Aber so weit geht es dann doch nicht. Und dennoch hat es Eva Herman plötzlich wieder zu ungeahnter Bekanntheit gebracht. Seit ihrem Zerwürfnis mit der ARD war es still geworden um die 51-Jährige. Damals, im Jahr 2007, hatte der Norddeutsche Rundfunk ihr den Stuhl vor die Tür gestellt, nachdem sie sich im Umfeld ihres Buchs "Das Arche-Noah-Prinzip" wohlwollend über die Familienpolitik in der Nazi-Zeit geäußert hatte.

Nun aber hat sie es binnen weniger Tage wieder in die Schlagzeilen geschafft. Nicht wegen ihrer Tätigkeit als Nachrichtenvorleserin beim Kopp-Verlag, sondern wegen seltsamer Deutungen. Kurz nach der Tragödie um die Loveparade in Duisburg hatte sich Herman diese Woche auf der Homepage des Kopp-Verlags mit einem Blog zu Wort gemeldet. Ihre Botschaft über die Jugend dieser Welt: Diese Techno-Party sei kein fröhlich-friedliches Fest, sondern "in Wahrheit eine riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie". Mehr noch. Womöglich sei das Ganze ja auch ferngesteuert, mutmaßte Herman: "Eventuell haben hier ja ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen."

Kommentare (15)
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AUG
08
11:13 Uhr, geschrieben von Dieter Buch
öffentliche und veröffentlichte Meinung
Nachdem sich ja die Wogen etwas geglättet haben, lohnt es einmal das hier Geschriebene zu zusammenzufassen! Der hier zur Diskussion gestellte Artikel „Herman hanebüchen“, dieser Artikel, aber auch ähnliche Beiträge in anderen Zeitungen, haben eher die Tendenz, den von Eva Herman geschriebenen Beitrag über die Loveparade zu „verreizen“! Ganz anders die Beiträge in den dazugehörigen Foren. Hier ist einhellig Zustimmung zu Frau Herman herauszulesen. Möglicherweise sollten die Damen und Herren Journalistinnen und Journalisten ihre Einstellung zu Frau Herman überdenken, damit wenigstens eine Annäherung der „öffentlichen Meinung“ und der „veröffentlichten Meinung“ statt finden kann. Auf Dauer wird sich die „öffentliche Meinung“ durchsetzen!
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AUG
05
20:01 Uhr, geschrieben von Buchmacher
hartabergerecht hat Recht
@ hartabergerecht Presse hanebüchen Und genau so ist es, da gibt jemand was vor, ob das jetzt tendenziell dem entspricht was gemeint ist, oder ob man da gerade Lust hat jemanden nieder zu machen, die Medien verbreiten es. Ob Eva Herman im Geringsten daran gedacht hat, dass so wenige Menschen ihren Artikel zur Loveparade gelesen haben, und ihn trotzdem hier kritisieren? Hätte sie ahnen müssen, dass hier die veröffentlichte Meinungsmache für die meisten Kritiker ihres Artikels ausreicht, um sich die „eigene Meinung“ zu bilden? Hier kann man doch genau verfolgen, wer wo was gelesen hat. Das ist eine Erscheinung unserer Zeit, dass zwar alle mitreden wollen, aber nur wenige holen sich ihre Erkenntnisse von der Quelle. Das geschieht aber bei den Journalisten genau so, da schreibt einer von andern ab. Die Mühe der eigenen Recherche machen sich da nur noch wenige. Ich habe in den lenzten Tagen das Internet systematisch nach Beiträgen zu Themen „durchgeblättert“, um einmal sehen zu können, wie denn so die Pressemeldungen dazu aussehen. Da gibt einer Einen vor, und alle schreiben ab. Da wird so unsauber recherchiert, da bleibt kein Auge trocken. Da gibt es „Leithammel“ die können tendenziell das Gegenteil von einem Ereignis, einem Beitrag oder was auch immer schreiben, dass ist dann die veröffentlichte Meinung in den Medien. Und genau das spiegelt sich dann hier in diesem Forum auch wieder. Auch hier wird dann genau diese „Meinung“ als Basis von Kritik herangezogen, da spielt das Original keine Rolle, man hat es ja schließlich in der veröffentlichten Presse gelesen, oder gehört, das wird dann auch so stimmen. Und dieses Land war einmal das Land der Dichter und Denker! Ich empfehle den Kritikern von Frau Herman einmal das „Original“ zu lesen, also das zu lesen, was Frau Herman wirklich geschrieben hat, und dann einmal darüber nachzudenken und ggf. noch einmal lesen, bis man versteht was sie wirklich meint. So etwas kann man als Basis zur Bildung seiner eigenen Meinung bezeichnen. Alles andere sind Vorurteile, die man „eingetrichtert“ bekommt!
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AUG
04
09:23 Uhr, geschrieben von hartabergerecht
Presse hanebüchen
Warum hanebüchen ? Die Frau schreibt und sagt was Sie denkt ! Sind ihre Kollegen nur neidisch ? Warum benötigt ein Journalist eigentlich eine Ausbildung ? Heute wird nur noch vorgekautes veröffentlicht ! Dem sogenannten Qualitätsjournalisten obliegt es, die Meldungen und Nachrichten aus aller Welt zu verfassen ,zu filtern und mainstreamgerecht umzuschreiben . Das ganze wird dann an die einfachen Journalisten weitergereicht die alles ohne "Prüfung" veröffentlichen .Es ist einfach und effizient ! Und so füllen die Abschreiber Tag für Tag einige 100 Tageszeitungen mit den gleichen Meldungen ! Wessen Brot ich ess ,dessen Lied ich pfeif ! So macht sich aber der einfach Journalist zum Mitläufer in diesem System! Zum Schluß will es keiner gewesen sein ! Aber das kennen wir ja schon aus der Geschichte Deutschlands !
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