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Richtig handeln Puzzle Umweltschutz

Sandra Markert, vom 26.04.2011 09:52 Uhr

Stuttgart - Müll trennen, Strom sparen, Biosprit tanken: Am guten Willen für den Umweltschutz mangelt es in Deutschland nicht. Aber die Diskussion um E10 zeigt: Nicht immer sind umweltpolitische Entscheidungen auch umweltfreundlich. Fünf Beispiele.

Energiesparlampe

Das Ziel: Privathaushalte verbrauchen etwa elf Prozent ihres Stroms für die Beleuchtung. Herkömmliche Glühlampen wandeln nur etwa fünf Prozent der eingesetzten Energie in Licht um, den Rest verlieren sie als Wärme. Mit Energiesparlampen kann der Stromverbrauch um bis zu 75 Prozent reduziert werden. Deswegen verschwinden Glühlampen innerhalb der EU bis 2012 Schritt für Schritt vom Markt. In wenigen Jahren soll so europaweit so viel Strom eingespart werden, wie drei Kernkraftwerke produzieren.

Die Kritik: Energiesparlampen enthalten Quecksilber. Sind sie kaputt, gehören sie in den Sondermüll. Noch immer entsorgen viele Verbraucher die Lampen aber einfach im Hausmüll - auch weil es in den Geschäften kaum Rückgabemöglichkeiten gibt. Anders als bei Batterien müssen die Händler keine Sammelstellen einrichten, sondern nur die Kommunen (etwa auf Wertstoffhöfen).

Die Alternative: "Energiesparlampen sind als Brückentechnologie auf dem Weg zu Leuchtdioden (LED) oder organischen Leuchtdioden (OLED) anzusehen", sagt Wolfgang Irrek, Professor für Energiemanagement und Energiewirtschaft an der Hochschule Ruhr West. Im Gegensatz zu Energiesparlampen werden die mit Leuchtstoffen beschichteten Chips in LED-Lampen sofort hell, und es schadet ihnen weniger, wenn man sie häufig ein- und ausschaltet. Außerdem enthalten sie kein Quecksilber, sind aber noch viel teurer als Energiesparlampen. "Die Hersteller von LED erwarten noch deutliche Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen, so dass LED zunehmend zur wirtschaftlichen Alternative wird", sagt Irrek.

Tipps für die Verbraucher: Es gibt Energiesparlampen, die statt gasförmigen Quecksilbers festes Amalgam enthalten. Geht so eine Lampe kaputt, ist die Belastung durch gefährliche Dämpfe geringer. Für Kinderzimmer gibt es Lampen mit Splitterschutz. Wer sich überlegt, LED-Lampen zu kaufen, sollte genau auf die Herstellerangaben schauen. Teilweise halten sie deutlich länger als Energiesparlampen und verbrauchen noch weniger Strom, was den höheren Preis wieder wettmachen kann. Am meisten Strom spart, wer das Licht nur dort einschaltet, wo er es gerade braucht.

Kommentare (2)
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APR
26
20:37 Uhr, geschrieben von Kai-Uwe Bevc
Noch n Kritik
Ein Großteil der Energiesparleuchten ist viel zu hell, Äquivalente zu 25 und 40W-Glühlmpen gibt es fst nicht. Stimmungslicht ist dann was anderes. Schön zu sehen auf Berghütten und in Gasthäusern, wo man früher bei kuscheligem Licht sich warmreden konnte und heute fast ne Sonnenbrille braucht. Sparpotential verasst und Stimmung vermiest, das nenn ich gelungen ... Nee, mir kommt nur noch LED in Haus.
APR
26
14:32 Uhr, geschrieben von eledron
Dann schon lieber LED
Vergleich der Vorschaltplatinen Die LED Birne kommt nicht ohne eine Vorschaltplatine aus. Aber zum Vergleich zur ESL ist die wesentlich kleiner. Habe mir mal die Mühe gemacht und beide fotografiert. Beide Lampen geben fast gleich viel Licht. Nachzusehen hier: http://eledron.de/export/led-spar.jpg Gruss Martin
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