Leser Hermann Schiek aus Urbach berichtet von einer Pfarrersfamilie, bei der regelmäßig Essen übrig blieb. "Irgendwann sagte die Pfarrersfrau zu ihrem Mann: ,Jetzt isch mr's z' domm. Jetzt kommt entweder a Sau her oder a Vikar!"'
Von Leserin Lore Stecker aus Backnang stammt dieser Beitrag: "Ich war drei oder vier Jahre alt, als meine Mutter anfing, mit Argusaugen aufzupassen, dass ich mir vor jedem Essen die Hände gründlich wusch. Jedes Mal sagte sie in mahnendem Ton: ,Lore, du muscht au deine Gäder grindlich eisoifa!' Es hat viele Jahre gedauert, bis ich durch meinen Enkel (!) erfuhr, dass mit ,Gäder' die Handgelenke gemeint waren, welche vom Spielen im Steinbruch immer schwarz waren. Ich ließ mir sagen, dass ,Gäder' von dem Wort ,Ge-Äder' abgeleitet ist."
Leserin Christa Jäger nimmt unsere gestrigen "Geschichten vom Daimler" zum Anlass, ihrerseits eine Daimler-Anekdote zu erzählen: "Mein Vater war Lagerist bei Daimler; er stammte aus Rathenow (Mark Brandenburg). Wenn die Kollegen Teile haben wollten und die Teilenummer nicht wussten, riefen sie nach meinem Vater Alfred: ,Du glotz amal, was des fir a Deul isch!' Seine Antwort: ,Det kann ick dir jleich sagen, ick kik aber erst ob ick det och habe, aber weste, ick saje dir och gleich die Nummer, kommst ja doch noch ma.' Dann ratterte mein Vater aus dem Gedächtnis die elfstellige Teilenummer herunter. Daraus entstand das geflügelte Wort: ,Alfred, wenn mr die net hättet, wäret mr ällawil blos am Blättra!"'
Der schwäbische Spruch des Wochenendes kommt von Leser Otto Dietz aus Rudersberg und ist ein Zungenbrecher: "Dr Prboscht hot's Obstbschteck z' schpät bschtellt."
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