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Hoch im Norden befindet sich die chinesische Hauptstadt Peking, deren Name auf Chinesisch „Nördliche Hauptstadt“ bedeutet. Als Regierungssitz mehrerer Herrscherhäuser etablierte sie sich über die Jahrhunderte zum kulturellen Zentrum des Landes und ist auch heute noch der Sitz der chinesischen Regierung. In Peking befinden sich nicht nur die meisten Universitäten Chinas, auch die zeitgenössische Kulturszene boomt in dieser Metropole.
Der Kaiserpalast in der Verbotenen Stadt
Im Zentrum der Stadt befindet sich der Kaiserpalast, auch Verbotene Stadt genannt. Die riesige Anlage der Verbotenen Stadt ist im traditionellen Stil gebaut, wobei sich die Architektur an einer Süd-Nord-Achse orientiert, in deren Mitte der Kaiserpalast als Machtzentrum liegt. Früher war es dem einfachen Volk nicht gestattet, die meterdicken Mauern zu durchlaufen, heute hat die Verbotene Stadt die Tore für Besucher aus aller Welt weit geöffnet und lockt mit einer imposanten Architektur und dem Palastmuseum, in dem die Schätze alter Herrscherhäuer bestaunt werden können.
Im Süden der Verbotenen Stadt befindet sich der Platz des Himmlischen Friedens, der weltweit der größte seiner Art ist. Viele Chinesen aus nah und fern lieben es, den Platz zu besuchen und bei einem Spaziergang vielleicht noch ein nettes Erinnerungsbild mit einem der wenigen Ausländer zu ergattern.
Eine der schönsten Tempelanlagen Chinas
Doch Peking bietet noch weitaus mehr als sein politisches Zentrum. Zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten lassen die Bedeutung Pekings in alten Tagen erahnen. Der Himmelstempel gilt als eine der schönsten Tempelanlagen Chinas und ist gleichzeitig das Wahrzeichen Pekings. Einst beteten die Kaiser in der Halle der Ernteopfer alljährlich für eine gute Ernte, heute ist der Tempel Treffpunkt für Alt und Jung, um zum Tanzen, Reden, Singen und Spielen zusammenzukommen.
Der Lama-Tempel wiederum ist der berühmteste lamaistische Tempel außerhalb Tibets und zugleich der farbenprächtigste Tempel Pekings. Sein Herzstück ist eine 26 Meter hohe Statue des Buddha Maitreya, die aus einem einzigen Sandelholz geschnitzt wurde.
Im Nordwesten Pekings befindet sich der Sommerpalast. Die frühere Sommerresidenz der Kaiser lädt mit ihrer riesigen Parkanlage und hübschen Gebäude im Stil chinesischer Architekturkunst zum Spazieren und Staunen ein. Auf dem riesigen See kann man an heißen Sommertagen bei einer Bootsfahrt ein bisschen kühle Luft schnappen und die grüne Parkanlage lädt zur Verschnaufpause im Schatten ein. Hier, im ruhigen Sommerpalast am Rande der Stadt, kann man fast vergessen, dass man sich in einer urbanen Millionen-Metropole befindet.
Hutongs, die traditionellen Wohnviertel
Auch die traditionellen Wohnviertel, Hutongs genannt, zeigen ein eher historisches Bild der Hauptstadt. Die schmalen, verwinkelten Gässchen der Hutongs mit den anliegenden traditionellen Wohnhöfen vermitteln das Bild vergangener Zeiten. Die Wohnhöfe, die auf Chinesisch Siheyuan genannt werden, was so viel bedeutet wie "Vierseitenwohnhof“, beherbergten in alten Zeiten ganze Familien. An allen vier Seiten waren Häuser, die einen unbedachten Innenhof freigaben. Gemütlich und geborgen genügen diese Relikte alter Zeiten leider den modernen Anforderungen nicht mehr und müssen immer mehr modernen Hochhäusern weichen.
Olympia-Zentrum - Zeichen des Fortschritts
Symbol des Wandels und Fortschrittes sind jedoch nicht nur die modernen und nach oben hin orientierten Wohngebäude in Peking, auch das Olympia-Zentrum im Norden gelegen, zeigt den Fortschrittsgedanken des Landes. Die für das Jahr 2008 erbauten Stadien, Sportanlagen und Parks verbinden auf einzigartige Weise historische Bautradition mit moderner Technik und Materialität.
Auch bei einem Besuch des Künstlerviertels 798, auch "Fabrik 798“ oder "Kunstbezirk Dashanzi“ genannt, kann man das moderne und junge Gesicht Chinas erleben. Auf diesem riesigen Fabrikgelände hat sich in den letzten Jahren ein buntes Szeneviertel mit Künstlerateliers, Galerien, Cafés und Restaurants entwickelt. Hier und auch in den zahlreichen Bars und Restaurant im Diplomatenviertel Chaoyang im Nordosten der Stadt, kann man förmlich den neuen Puls spüren und sich bei einem Cocktail von den Strapazen des Tages erholen. Peking die schillernde Nördliche Hauptstadt vereint Geschichte und Zukunft, Althergebrachtes und Noch-nie-gesehenes.