Quincy Jones bei Jazz Open in Stuttgart Ein sentimentaler Blick zurück

Von Bernd Haasis 

George Benson (li.) und Quincy Jones am Sonntagabend auf dem Schlossplatz Foto: Opus/Reiner Pfisterer
George Benson (li.) und Quincy Jones am Sonntagabend auf dem Schlossplatz Foto: Opus/Reiner Pfisterer

Er hat Michael Jackson einen Sound gegeben und hunderten anderen Musikern, nun ist der große Musikproduzent Quincy Jones in Stuttgart zum Abschluss der Jazz Open mit einer großen Gala gefeiert worden.

Stuttgart - Eine Produzentenlegende wird gefeiert: Minutenlange Ovationen bekam Quincy Jones, 84, am Sonntagabend im Ehrenhof des Neuen Schlosses. Jones musiziert längst nicht mehr selbst, er lässt musizieren – auch bei seinem großen Jazz- Open-Abend, zu dem er sich den Sänger und Gitarristen George Benson (74), die Sängerin Dee Dee Bridgewater (67) und den jungen Briten Jacob Collier (22) eingeladen hat. Sie interpretieren zu den Klängen der SWR Bigband und des Stuttgarter Kammerorchesters Stücke, die Jones einst arrangiert und einem größeren Publikum schmackhaft gemacht hat.

George Benson intoniert seinen Disco-Hit „Give Me The Night“, Dee Dee Bridgewater erinnert mit „Honeysuckle Rose“ an Ella Fitzgerald, Collier übernimmt den Michael-Jackson-Part und gibt „Human Nature“ eigene Note. Die 5500 Zuschauer lassen sich mitreißen von diesem sentimentalen Blick zurück und spenden reichlich Applaus. Zum Schluss, der auch das Ende des Festivals markiert, singen und spielen alle gemeinsam „den ersten Song, den ich 1955 für Ray Charles arrangiert habe“, wie Quincy Jones erklärt – „Let The Good Times Roll“. Man lebt ja schließlich nur einmal.

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