Pressestimmen zum Tode Lothar Späths „Er hat das Land Baden-Württemberg vorangebracht“

Von Ann-Kathrin Schröppel 

Lothar Späth ist am 18. März im Alter von 78 Jahren verstorben. Foto: dpa
Lothar Späth ist am 18. März im Alter von 78 Jahren verstorben.Foto: dpa

Die Bundesrepublik, besonders die politische Bühne trauert um den CDU-Politiker. Wir haben die Stimmen zum Tode Lothar Späths.

Stuttgart - Nach der Meldung zum Tode Lothar Späths ist die Bundesrepublik, allen voran die politische Bühne, bestürzt und drückt ihr Bedauern aus. Der Bundesrat gedachte Späth am Vormittag mit einer Schweigeminute.

Bundesratspräsident Stanislaw Tillich erklärte: „Lothar Späth habe sich großartige Verdienste um sein Bundesland erworben“. Auch für den Aufbau der ostdeutschen Bundesländer sei man ihm „zu großem Dank verpflichtet“. „Wir teilen die Trauer der Angehörigen - Lothar Späth war ein großartiger Politiker der Bundesrepublik Deutschland.“

Bundestagspräsident Norbert Lammert würdigte Späths „herausragende wirtschaftspolitische Kompetenz“. Der Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte: „Lothar Späth hat das Land Baden-Württemberg vorangebracht.“

Auch CDU-Landeschef Thomas Strobl würdigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur die innovativen Ideen des früheren Landesvaters: „Lothar Späth hat das Land Baden-Württemberg in einem modernen und zukunftsweisenden Sinne erfolgreich und positiv geprägt. Er war mir lange persönlich ein liebevoller und kluger Ratgeber. Ich bin sehr traurig.“

Trauer um Lothar Späth

Die Pressestimmen nach bekanntwerden der Todesnachricht zeugen von tiefer Trauer um den Ex-Ministerpräsidenten.

„Sein Tod löste bundesweit und über alle Parteien hinweg Bestürzung aus“, schrieb die Rhein Main Presse.

„Quirlig und voller Ideen: So kannte man Lothar Späth als baden-württembergischen Ministerpräsidenten. Nun ist das „Cleverle” gestorben. Über alle Parteien hinweg ist die Trauer groß“, war bei der Frankfurter Neuen Presse zu lesen.

„Späth war schon fasziniert vom technologischen Wandel in einer globalen Wirtschaft, als die Meinungsführer diese Themen noch gar nicht entdeckt hatten. Früher als andere hatte Späth die Absatzmärkte in China und anderen asiatischen Schwellenländern entdeckt. Wenn er wieder in Stuttgart war, dozierte er über die Grundlagen des chinesischen und schwäbischen Arbeiterfleißes. In seinem politischen Leben bewegte Späth vor allem die Frage, wie es gelingen könnte, das baden-württembergische Prosperitätsmodell an veränderte gesellschaftliche und technologische Gegebenheiten anzupassen und aus ihm eine Fortsetzungsgeschichte zu machen“, heißt es in einem Nachruf der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

 

 

 

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