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Politischer Aschermittwoch Zugpferd wettert auch schwäbisch

Sascha Sauer, vom 22.02.2012 10:00 Uhr
Ursula von der Leyen beim Politischen Aschermittwoch in Fellbach. Foto: Patricia Sigerist
Ursula von der Leyen beim Politischen Aschermittwoch in Fellbach. Foto: Patricia Sigerist

Fellbach - Der erste Mann der Südwest-CDU kam am Aschermittwoch nicht als Ministerpräsident, sondern als Oppositionsführer in die Alte

Kelter. Thomas Strobl ließ sich trotzdem feiern. Wie ein stolzer König lief er durch die Zuschauermenge. Menschen schwenkten orangefarbene Fahnen und streckten ihre Hände nach dem CDU-Landesvorsitzenden aus.

Später sagte Strobl, man habe im Vorfeld des Politischen Aschermittwochs die Sorge gehabt, ob nach der verlorenen Landtagswahl der Saal überhaupt noch voll zu kriegen sei. Die Sorge war unbegründet. „Die Alte Kelter kracht aus allen Fugen“, sagte Strobl. In seiner Euphorie begrüßte er „2000 Freunde der CDU“.

Doch so viele waren es dann doch nicht. „Wir hatten 1900 Anmeldungen für 1600 freie Plätze“, sagte Ines Aßfalg , die stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Fellbach. Wegen der großen Nachfrage hatte das Organisationsteam extra ein beheiztes Zelt auf dem Parkplatz aufgebaut. Die Redner wie Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sollten dort via Direktübertragung auf der Leinwand flimmern. Beim Blick ins Zelt wurde eines sofort klar: Dort sitzt niemand.

Also waren es etwas mehr als 1600 CDU-Anhänger, die in der Alten Kelter den Politikern lauschten. Die ließen mal wieder die Muskeln spielen und trällerten ein Loblied nach dem anderen auf Baden-Württemberg. Niemand dürfe die Kraft von mehr als 70 000 Mitgliedern unterschätzen, sagte Strobl. Man werde „allerspätestens 2016“ wieder die Macht im Land übernehmen.

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