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Stuttgart - Rudi Häussler hat in Stuttgart gebaut wie kein anderer. Erst mit seinem Plan für 60 Nobelwohnungen im Park der Villa Berg kam die gut geölte Maschinerie seiner Unternehmensgruppe etwas ins Stottern. Bei zwei anderen Vorhaben will Häussler nun vorankommen.
Der Unternehmer Häussler hat schwierige Wochen hinter sich. Dass es mal zu Reibereien mit den Repräsentanten der Stadt kommt, wenn er ein Projekt entwickelt, ist nicht ungewöhnlich. Der Streit um die fünf Häuser mit Residenzen im Park der Villa Berg ging ihm aber an die Nieren.
Häussler will die Villa sanieren. Das Projekt hat er allerdings als eine Art von Eintrittskarte in den Park der Villa Berg betrachtet. Anstelle der nach dem Krieg entstandenen Fernsehstudios möchte er 60 vornehme Wohnungen bauen und so unter anderem das Geld für die Sanierung der Villa erlösen. Doch der Bezirksbeirat Ost will nicht, eine Mehrheit des Gemeinderats zumindest im Moment nicht. Eine Zeit lang sah es so aus, als wollte die ganze Bevölkerung im Osten nicht. Neuerdings blickt Häussler jedoch optimistischer in die Welt. Das liegt an einer SPD-Veranstaltung, bei welcher der Verein Berger Bürger erkennen ließ, dass er sich mit maßvoller Bebauung anfreunden kann - "weil es keine Verschlechterung zum heutigen Zustand bedeutet".
Jeder Planungsschritt sei mit Politik und Verwaltung abgestimmt gewesen, hatte Häussler zuvor geklagt, was nun an Forderungen nachgeschoben werde, "haben wir weltweit noch nicht erlebt". Angesichts teilweise persönlicher Kränkungen bat der 81-Jährige um Verständnis, dass er lieber seinen Stellvertreter entsandte. Nach der Veranstaltung glaubt er aber, dass die Bevölkerung "langsam begriffen hat", welche Chance er für die Erhaltung der Villa eröffne. Für Häussler hängt viel davon ab, dass sein Plan aufgeht, denn nach eigener Auskunft hat er schon rund zehn Millionen investiert - und vom Verkäufer Südwestrundfunk kein Rücktrittsrecht erhalten.