Patriot-Antrag der Türkei Westerwelle will "unter Vorbehalt" zustimmen

dapd, 21.11.2012 17:27 Uhr

Berlin - Außenminister Guido Westerwelle (FDP) will dem Antrag der Türkei auf Verlegung von „Patriot“-Luftabwehrsystemen an die Grenze zu Syrien unter den „üblichen Vorbehalten“ zustimmen. Wenn sich die erste Prüfung des Antrags bestätige, werde er eine entsprechende Empfehlung aussprechen, sagte Westerwelle am Mittwoch im Bundestag. Allen parlamentarischen Vorbehalten müsse dabei Rechnung getragen werden, betonte er. Eine Befassung des Bundestages halte er für erforderlich.

Nach einem ersten Eindruck erfülle der Antrag der Türkei „allen Kriterien, die wir selber gestellt haben“, sagte der Außenminister weiter. So gehe es um eine ausschließlich defensive Unterstützung und keinesfalls um eine Luftoffensive.

Der Antrag der türkischen Regierung auf die Stationierung von „Patriot“-Raketen an der syrischen Grenze ist bei der Nato eingetroffen. Das teilte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Mittwoch via Twitter mit. Die Militärallianz werde den Fall umgehend diskutieren.

 
 
Kommentare (3)
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NOV
22
zombie1969, 15:47 Uhr

Genau!

Erdogan wirft Israel inzwischen 'Angriff auf Menschlichkeit' vor. Ohne die während Jahrzehnten und weiterhin überwiesenen Milliardenbeträge (auch durch hier Sozialhilfe beziehende türkische Bürger) der EU und insbesondere Deutschlands an die TR, wäre dieses Land längst wirtschaftlich wie gesellschaftlich zusammengebrochen. Die nun angeschlagenen Töne der TR sind doch an Überheblichkeit und Selbstüberschätzung kaum zu überbieten.

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22
Detlef von Seggern, 15:12 Uhr

'Nato-Bündnisfall'

Wird die Türkei sehr wohl allein in der Lage sein, ihren Luftraum zu verteidigen, gegen 'irrtümlich' eingedrungene syrische Kampfflugzeuge wie auch Raketen. Dazu bedarf es mit 'Sicherheit' nicht der Bereitstellung eines hochmodernen, effektiven Luftabwehrsystems aus Deutschland, im Rahmen des Nato-Bündnisses. Ist dies doch im Grunde genommen eine rein symbolische Geste, gegen ein Land, welches vom Bürgerkrieg zerrissen ist und sich kaum wagen wird einen Luftangriff, gegen einen weitaus überlegenen militärischen Gegner, zu führen.

NOV
22
js, 09:52 Uhr

Unter Vorbehalt!

Ich lach mich tot oder würde es, wenn es nicht so traurig wäre!

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