Ostfildern Vitalcenter ist ein Erfolgsmodell

Von Jürgen Veit 

Seit zehn Jahren  bietet das Vitalcenter ein Sportangebot, dessen Bandbreite von  Prävention bis Rehabilitation reicht. Foto: Horst Rudel
Seit zehn Jahren bietet das Vitalcenter ein Sportangebot, dessen Bandbreite von Prävention bis Rehabilitation reicht.Foto: Horst Rudel

Die dem Paracelsus-Krankenhaus in Ostfildern-Ruit angegliederte Gesundheits- und Fitnesseinrichtung wird seit zehn Jahren von Patienten ebenso genutzt wie von Freizeit- und Leistungssportlern.

Ostfildern - Anlässlich der Einweihung des Vitalcenters am Paracelsus-Krankenhaus in Ostfildern-Ruit war der Esslinger Landrat Heinz Eininger am 27. Januar 2006 publikumswirksam auf dem Laufband neben dem damaligen Landessozialminister Andreas Renner gejoggt. Noch am Abend trat der Minister zurück. Das hatte jedoch rein gar nichts mit der Eröffnung der Einrichtung zu tun und es hat sich laut Eininger für diese auch „nicht als schlechtes Omen erwiesen“. Denn das Vitalcenter habe sich in den vergangenen zehn Jahren als echtes Erfolgsmodell erwiesen.

Das zu den Esslinger Kreiskliniken gehörende Krankenhaus und das Gesundheitszentrum ergänzten sich nach wie vor in idealer Weise, wie die Verantwortlichen am Freitag in einem Pressegespräch bekundeten. Sowohl die Patienten als auch die Kunden „haben den Vorteil dieses vernetzen Angebots schnell erkannt und für ihre Gesundheit genutzt“, sagt Heinz Eininger. Damals hätten die Kreiskliniken und der Turnverein Nellingen, denen die Therapie- und Fitnesseinrichtung gehört, „einen ganz neuen Weg beschritten“.

300 Mitglieder des TV Nellingen trainieren dort

Die Patienten der Klinik können in direkter Nachbarschaft unter der Anleitung von Experten gleich nach einem Eingriff mit der Physiotherapie oder dem Rehabilitationstraining beginnen. Sie können dort auch präventiv Sport treiben, um Krankheiten vorzubeugen. Zudem werde mit Krankenkassen und niedergelassenen Ärzten kooperiert. Der TV Nellingen wiederum kann seinen Mitgliedern eine Einrichtung bieten, in der Breitensportler aller Altersklassen, aber auch Leistungssportler ihre Kraft und Ausdauer trainieren und bei eventuellen Verletzungen oder Erkrankungen auf eine fachkundige Therapie zurückgreifen können. Laut Tobias Schramek, dem Geschäftsführer des Vereins, nutzen inzwischen rund 300 TVN-Mitglieder die Kooperation mit dem Landkreis Esslingen.

Auch Elvira Benz, die Geschäftsführerin des Vitalcenters und gleichzeitig die stellvertretende Geschäftsführerin der Kreiskliniken ist, lobt die „wunderbare Symbiose“. Die Klinik profitiere von dem Sportangebot für ihre Patienten und das Vitalcenter profitiere von der medizinischen Fachkenntnis nebenan. Professor Christian Herdeg, der Chefarzt für Innere Medizin, Herz- und Kreislauferkrankungen, war seinerzeit von dem Vitalcenter am Krankenhaus „so angetan, dass es für mich mit ein Grund war, hierher zu kommen“. Für seine und andere Abteilungen im Paracelsuskrankenhaus sei „die Verzahnung mit einer solchen Einrichtung Gold wert“. Er selbst nutze das Center nach einem Sportunfall drei Mal pro Woche.

25 Plätze für die ambulante Rehabilitation

Knapp 1900 Mitglieder zählt das Vitalcenter laut dessen Leiter Jürgen Saur. Hinzu kämen 25 Plätze für eine ambulante Rehabilitation, bei der die Patienten zum Training abgeholt und wieder nach Hause gebracht werden. Bei der Mitgliederzahl sei eine Obergrenze erreicht, denn „wir wollen die Qualität hoch halten“. Im vergangenen Jahr seien rund 220 000 Euro erwirtschaftet worden, wobei „Gewinnmaximierung nicht unser Ziel ist“. Neben dem gesundheitlichen Aspekt des Vitalcenters sei auch der soziale nicht zu vernachlässigen, betont Saur: Dort werde nicht nur trainiert, „dort trifft man sich und unterhält sich“.

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