Während das Augenmerk der Zuschauer auf die zahlreichen Läufer gerichtet war, sollten die vielen sichtbaren und unsichtbaren Helfer des Tages nicht vergessen werden. Nicht nur Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei, sondern auch andere Helfer waren an den unterschiedlichsten Stellen positioniert. "Auf, auf, auf!", feuerten die Streckenposten die Läufer an, klatschten in die Hände und sorgten für reichlich Radau und Ermutigung an der Strecke.
Seit sechs Jahren ist Werner Jung immer als helfende Hand beim Aufbau und als Streckenposten zur Stelle. "Ich bin vom Turnverein Großbottwar. Man hilft sich einfach gegenseitig", erklärte er. Bei ihm gab es Auskunft über Parkplätze, Duschmöglichkeiten und vieles mehr. "Die, die nicht trainiert haben, landen bei uns", berichtete Haiko Maier vom Deutschen Roten Kreuz. Immer wieder sehe man Sportler auf der Strecke, die sich überschätzt haben. Vom kleinen Kratzer bis zum Kreislaufkollaps ist immer alles dabei. "Vor einigen Jahren war es viel zu warm beim Marathon. Die Leute sind umgefallen wie die Fliegen", erinnerte sich Jürgen Braunbeck vom DRK. "Die Veranstaltung ist mit den Jahren gewachsen - genau wie wir", fügte Kollege Sascha Thiel hinzu: "Für uns ist der Marathon ein Highlight."
Der Menschenpulk und vor allem die Atmosphäre, die am Straßenrand geboten wird, waren die Gründe, weshalb Matthias Fähnle von der Feuerwehr Großbottwar auf seinem Posten stand und auch schon seit dem ersten Marathon als Helfer dabei ist. "Man bekommt einfach alles mit." Ein weiterer Helfer war der 13-jährige Pascal Herrmann von der Jugendfeuerwehr Steinheim. "Ich helfe gerne, und es macht Spaß", meinte er. Neben dem Verkauf von Essen und Getränken nutzte er auch immer wieder die Gelegenheit, den Läufern zuzujubeln. "Manche sind richtig schnell beim Laufen. Das finde ich sehr beeindruckend."
Auf Anfrage von Bürgermeister Manfred Hollenbach kam die Altwehr Murr während des Bottwartal-Marathons zum Einsatz, nachdem die bisherigen Helfer diesmal nicht zur Verfügung standen. "Ich habe spontan zugesagt, dass fünf Leute von der Altwehr mithelfen", erklärte Herbert Blank. An verschiedenen Punkten waren sie in und um Murr herum verteilt. "Wir haben das schon bei anderen Veranstaltungen gemacht. Und wir können das gut machen, denn so gebrechlich sind wir noch nicht", sagte Blank schmunzelnd.