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OB Palmer "Ich will OB in Tübingen bleiben"

Josef Schunder, vom 30.08.2010 14:55 Uhr
 Foto: dpa
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Woraus leiten Sie eigentlich die Legitimation ab, sich um all dies so aktiv zu kümmern?

Hätte OB Schuster sein Wort gehalten, würde ich mich raushalten. So muss ich einfordern, was er vor der Wahl 2004 versprochen hat: Im Falle von gravierenden Mehrkosten entscheiden die Bürger über das Projekt.

Sie sind in Stuttgart weiter gut im Geschäft. Das ist schön für Sie. Dann müssen Sie 2012 nicht so viel Werbematerial verteilen, wenn Sie wieder um den OB-Posten in Stuttgart kandidieren.

Oft wird angenommen: Weil Palmer im Jahr 2004 in Stuttgart kandidiert hat, bewirbt er sich auch 2012 wieder. Ich habe inzwischen aber schon erklärt, dass meine Aufgabe in Tübingen nicht vollendet ist und auch 2012 immer noch nicht vollendet sein wird.

Sie werden 2012 definitiv nicht antreten?

Ich will über 2012 hinaus OB in Tübingen bleiben. Sie sollten mal wieder einen Besuch bei uns machen. Tübingen lohnt sich. Und niemand will hier Schloss oder Stift abreißen.

OB Schuster sagte bisher, er wolle Anfang 2012 mitteilen, ob er wieder antritt. Jetzt hört man oft "Schuster raus"-Rufe. Stellt sich nicht sogar die Frage, ob er den Rest der zweiten Amtsperiode noch absolvieren kann? Er moderiert den Streit nicht. Sie springen ein.

Es wäre ungehörig, über den Kollegen und seine Amtsführung herzuziehen. Was er 2012 macht, ist mir egal. Aber sein offener Brief ärgert mich, weil er rechthaberisch und aggressiv auf Stuttgart21 beharrt, ohne ein versöhnendes Wort. So ist man nicht Stadtoberhaupt für alle.

Reden wir über Ihre Bürger in Tübingen. Da finden es viele nicht mehr lustig, dass Sie in Stuttgart im Nebenjob den eigentlichen OB geben wollen und daheim nicht präsent sind.

Es ist richtig, dass das in Tübingen zu Recht kritisch beäugt wird, dass ich in Elternzeit bin und dann, wie Sie sagen, ehrenamtlich in Stuttgart tätig werde. Der Frage, ob ich mich ausreichend um das Tübinger Rathaus kümmere, stelle ich mich. Dafür muss ich im November den Beweis antreten, wenn es um die Sanierung unseres Haushaltes geht. Dass ich mich dennoch in Stuttgart einmische, zeigt nur, wie wichtig mir Demokratie und der Respekt vor dem Bürgerwille sind. Da kommt wieder einmal mein Vater Helmut Palmer in mir durch.

Kommentare (40)
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SEP
01
09:25 Uhr, geschrieben von Stuttgarter
Repräsentative Umfragen statt Rechnereien: Die große Mehrheit ist gegen S21.
Ich habe auch was gegen Möchtegernstatistiken und den Versuch, die Wahlen, bei denen es um viele Theman ging, mit einer Zustimmung oder Ablehnung zu S21 gleichzusetzen. Wenn man wissen möchte, wie die Leute zu S21 stehen, dann muss man sie auch zu S21 befragen. Und zwar repräsentativ. Und das wurde gemacht. Hier die Mehrheiten: +++++ Repräsentative Umfragen in Stadt und Land: +++++ Bürgerumfrage Stadt Stuttgart 2009: 49% gegen S21, 30 % für S21. +++++ Stuttgarter Nachrichten 11/2008: 64 % gegen S21. +++++ SWR 6/2009: 54 % gegen S21, 38 % für S21. +++++ Emnid 2009: 58 % gegen S21, 38 % für S21. +++++ Neueste annähernd repräsentative Umfrage durch MM Research 08/2010 in Stuttgart und der Region: 55% gegen S21, 28 % für S21. +++++
SEP
01
08:50 Uhr, geschrieben von Kellerkind
Kosten
Lieber aufgeklärter, für K21 müsste die komplette Strecke zwischen Stuttgart und Cannstatt saniert werden (entspricht von den Gleisen her einem Neubau). Außerdem würde ein Teil der Tunnel von S21 auch gebaut - eigentlich alle bis auf den 10km langen Fildertunnel, dafür gäbe es bei K21 dann einen 9,5km langen Tunnel im Neckartal plus die Gäubahntrasse, plus Ausbau im Neckartal mit extremen Überführungsbauwerken. Dieses Papier vermittelt einen ersten Eindruck: http://content.stuttgarter-nachrichten.de/media_fast/626/080415_StN_Forum_S21_Publikationsfassung.pdf Diese hier lässt nochmals tiefer blicken: http://www.das-neue-herz-europas.de/de-DE/download/201006_PraesentationBahnprojektStuttgart-Ulm_WD.pdf
AUG
31
20:51 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
@petersen und @tatsachen
K21 oder S21 ist mir egal. Was mir stinkt sind "Möchtegernstatistiker"!!! Bin nämlich einer mit Dipl. Klar kann man Wahlbeteiligung multiplizieren mit Zustimmungsquote, was nur ca. 33% Zustimmungsquote ergibt. Der Rest ist aber nicht automatisch gegen S21. Beim Roulette gibt es neben Schwarz und Rot auch die NULL! Korrekt wäre die Aussage: VON ALLEN, DIE DAMALS ZUR WAHL DEN ARSCH HOCHBEKOMMEN HABEN, STIMMTE DIE MEHRHEIT FÜR S21 (bzw. die entsprechenden Parteien)! Jetzt mach ich mir keine Freunde, aber die damaligen Nichtwähler sind heute einfach zu spät dran sind - aber so ist es nun einmal... Schönen Abend noch!
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