Noten für die Roten VfB verliert Pokalfight gegen BVB

Von Holger Layer 

Es hat nicht gereicht: Der VfB Stuttgart muss sich im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund geschlagen geben. Unsere Noten für die Roten sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Stuttgart - Pokal-Aus im Viertelfinale: Der VfB Stuttgart hat alles gegeben, war am Ende aber nicht effektiv genug. In der Mercedes-Benz-Arena setzte sich Borussia Dortmund mit 3:1 durch und steht damit in der Runde der letzten Vier. Die Roten hingegen sind ausgeschieden und müssen nach zuletzt vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage einstecken.

Im Vergleich zum 4:2-Erfolg in Frankfurt am vergangenen Wochenende erhielt Mitchell Langerak dieses Mal den Vorzug vor Stammtorhüter Przemyslaw Tyton. Außerdem ersetzte Artem Kravets den erkälteten Timo Werner in der Sturmspitze und in der Innenverteidigung spielte Toni Sunjic anstelle von Daniel Schwaab.

Bei Dauerregen schlug der BVB vor 46.500 Zuschauern direkt mit der ersten Offensivaktion zu. Henrikh Mkhitaryan bediente Pierre-Emerick Aubameyang rechts im Strafraum, und der legte quer auf den zweiten Pfosten, wo Marco Reus den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte versenkte (5.) – der frühe 0:1-Rückstand.

BVB in der ersten Halbzeit tonangebend

Der VfB fand in den Anfangsminuten noch keinen richtigen Zugriff auf die Partie und konnte zunächst nur über die Außenbahn Gefahr entwickeln. Dortmund kontrollierte das Spiel wie erwartet und hatte mehr Ballbesitz. Aber die Stuttgarter blieben couragiert, was sich auszahlte. Nach einem abgeblockten Schussversuch von Daniel Didavi landete der Abpraller vor den Füßen von Lukas Rupp, der nicht lange fackelte und abzog. Die Kugel wurde von Mkhitaryan noch leicht abgefälscht und landete im Netz (21.) – der 1:1-Ausgleich, der allerdings nicht lange anhielt.

Nach einem schnell vorgetragenen Angriff ging der BVB wieder in Führung. Wenige Augenblicke, nachdem Aubameyang in die Sturmspitze rochierte, tauchte er am Strafraum auf. Reus setzte den Gabuner aus zentraler Position in Szene, und der versenkte das Spielgerät mit einem satten Linksschuss ins untere Linke Eck (31.). Das Spiel blieb aber weiter offen. Der VfB kam durch Standards noch einmal zu einigen Gelegenheiten, doch zur Pause blieb es beim 2:1 für den Favoriten.

VfB hadert mit Abschlussschwäche

Die zweite Halbzeit begann erneut mit Vorteilen für die Dortmunder, die hinten sicher standen und vorne insbesondere dann gefährlich wurden, wenn Sie das Tempo anzogen. So wie in der 56. Minute: Reus spielte einen maßgenauen Diagonalball in den Lauf von Aubameyang, der aus kurzer Distanz zum Schuss ansetzte, doch Langerak riss die Arme hoch und verhinderte eine mögliche Vorentscheidung.

Die Stuttgarter wurden danach mutiger, fanden häufiger den Weg in die gegnerische Gefahrenzone und kamen auch zu einigen Abschlüssen. Allerdings waren diese zu unpräzise. Im Gegenzug leitete Dortmund den Ball wieder in die Spitze und profitierte dabei beinahe an einer kurzen Unordnung im VfB-Strafraum. Nach einem abgeblockten Schuss von Mkhitaryan kam der Ball zu Aubameyang, der mit dem Rücken zum Tor zu Reus ablegte, als Langerak bereits aus seinem Tor geeilt war. Letztlich wurde jedoch auch der Schuss des deutschen Nationalspielers geblockt (67.).

Mkhitaryan macht Deckel drauf

So blieben die Mannen mit dem Brustring im Spiel und waren weiterhin um den Ausgleichtreffer bemüht. Es ergaben sich im zweiten Durchgang sogar mehr Chancen für die Hausherren als für die Gäste. Doch die Aktionen blieben zumeist zu harmlos. Am gefährlichsten wurde es erst, als Filip Kostic nach einer Ecke wieder in Ballbesitz kam und das Leder bei einem Schlenzerversuch knapp über den Querbalken jagte (76.), und nach einem Aufsetzer von Christian Gentner, den BVB-Keeper Roman Bürki parierte (82.). Ebenso kam Toni Sunjic nach einem Freistoß im Strafraum zum Kopfball, den Bürki aber sicher festhielt.

Die Entscheidung brachte am Ende Mkhitaryan. Eine Minute, nachdem der Armenier noch eine Großchance vergab (88.), eroberte Aubameyang den Ball, als die Roten gerade in der Vorwärtsbewegung waren. Der Stürmer sprintete auf und davon, war nicht mehr einzuholen und legte dann in aller Ruhe quer zu Mkhitaryan, der zum 1:3 nur noch einschieben musste (89.).

Stimmen zum Spiel

Jürgen Kramny (Trainer VfB Stuttgart): „Wir haben in der zweiten Halbzeit einen unheimlichen Kampf abgeliefert. Aber wir haben den Ausgleich nicht geschafft. Wir waren nahe dran. Gegen Dortmund zu verlieren, ist nicht unnormal. In der Bundesliga werden wir wieder aufstehen.“

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): „Wir haben in der zweiten Hälfte zwar fahrlässig Konterchancen liegen gelassen. Aber in dieser Situation des Gegners, unter diesen Gegebenheiten haben wir ein perfektes Spiel gemacht.“

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Von 29. August 2016 - 6:00 Uhr

Der Markt ist heiß. Noch bis Mittwoch dreht sich das internationale Spielerkarussell. Und der VfB Stuttgart schiebt kräftig mit an. Gut möglich, dass Verteidiger Benjamin Pavard bald in Stuttgart aussteigt.