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Neues Buch von Helmut Cordes Launiges vom „Schwaben-Poeten“

Von Heidemarie A. Hechtel 

Autor und Eigenverleger Helmut Cordes Foto: Rainer Simon
Autor und Eigenverleger Helmut CordesFoto: Rainer Simon

Der frühere Daimler-Manager Helmut Cordes hat im Ruhestand ein neues Talent entdeckt: Eben hat er sein fünftes Büchlein in fünf Jahren vorgelegt

Stuttgart - Schuld war eine verregnete Nordland-Reise im Jahr 2010: Grau das Meer, noch grauer der Himmel, und die Schönheit der Landschaft verhängt hinter einem dunkelgrauen Regenschleier. Andere würden sich bitter grämen und mit dem ­Geschick hadern. Nicht so Helmut Cordes. In dem früheren Daimler-Manager und Pensionär setzte die Wetterunbill kreative Kräfte frei, die zu einer ­Schaffensperiode führen sollten. Gerade ist sein fünftes Buch in fünf Jahren mit Zeichnungen von Rainer Simon erschienen: Epigramme, Gereimtes, Nachdenkliches, Heiteres und auch Rätselhaftes unter dem Titel „Launige Miniaturen“.

„Ich habe immer schon gern geschrieben“, erzählt der 76-jährige Eigenverleger, der sich, obwohl aus dem Ruhrpott stammend, kühn als „Schwaben-Poet“ bezeichnet. War ein Jubilar zu ehren oder ein origineller Beitrag im Gästebuch zu liefern, auf seine literarischen Neigungen sei stets Verlass gewesen. Doch nur als reines Privatvergnügen. Beruflich setzte Cordes auf Grundsolides: Eine Karriere in der Wirtschaft, für die das Studium der Betriebswirtschaft mit Promotion die beste Voraussetzung war. 1975 wechselte er zur Daimler AG nach Stuttgart. Die schriftstellerischen Neigungen wurden den beruflichen Anforderungen geopfert.

Mit dem ersten Buch „Aus dem Trapez geschrieben“ habe er den abgerissenen Faden wieder aufgenommen, heißt es im Klappen-text. Und diesen Faden mit den Titeln „Ausblicke – Einblicke“, „In die Westentasche“, „Vorsätzlich nachgesetzt“ und aktuell „Launige Miniaturen“ weiter gesponnen. Nach der literarischen Initialzündung auf der Nordlandfahrt sind es weiterhin die Reisen, auf denen sich sein Füllhorn der Gedanken ergießt, egal, ob in Sorrent, im Oman oder auf Kreuzfahrten mit der „Deutschland“. Er wolle seine Botschaften hinterlassen, kurz und kryptisch verpackt.

Kostprobe gefällig: „Seelen-Tschador: Der Schleier des Wirklichen verhüllt, / Was des Menschen Innerstes im Kern erfüllt.“

Er wisse auch, so der Feingeist mit Fliege, dass seine Aphorismen bei seinen Lesungen nicht immer auf das erste Zuhören verständlich seien. Darum habe er den Politikern Volker Kauder und Thomas Strobl nach seiner Lesung vorm Wirtschaftsrat das Gedruckte verehrt: zum Nachlesen und Vertiefen. Damit seine Botschaften verstanden werden.

 

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