Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren
Artikel bewerten [0.00/0]

Neue Finanzregeln Landesbank unter Druck

Sabine Marquard, vom 13.09.2010 19:10 Uhr

Stuttgart/Berlin - Weltweit müssen die Banken in Zukunft ihre Geschäfte mit mehr Eigenkapital absichern. Damit soll verhindert werden, dass ein Institut bei Verlusten ins Wanken gerät und erneut Steuerzahler für fehlgeschlagene Spekulationen geradestehen müssen, wie es bei der Finanzkrise der Fall war. Bevor der Staat einspringt, müssen Banken ihr Eigenkapital nutzen.

Künftig müssen Kreditinstitute ihr Geschäft mit sieben Prozent hartem Kernkapital - also Aktien und Gewinnrücklagen - unterlegen. Bisher sind es zwei Prozent.

LBBW trifft die Entscheidung besonders hart

Während die Privatbanken damit leben können, hadern die Landesbanken mit den Vorschriften. Denn ihr Kapital besteht zu einem erheblichen Teil aus stillen Einlagen, die künftig nicht mehr zum Kernkapital gezählt werden. Dadurch sind sie gezwungen, Kernkapital aufzubauen, um den Anforderungen zu entsprechen. Der deutschen Delegation beim Treffen der 27 wichtigsten Wirtschaftsländer in Basel sei es nicht gelungen, sich für die Besonderheiten des deutschen Bankensystems erfolgreich einzusetzen, so der Bundesverband Öffentlicher Banken am Montag. Er vertritt unter anderem die Landesbanken.

Bei der LBBW, deren stille Einlagen einen Anteil von 30 Prozent ausmachen, kommt verschärfend hinzu, dass sie auf Geheiß der EU in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt werden soll. Für eine AG aber gelten kürzere Fristen, in denen die Regeln umgesetzt werden müssen. Somit ist der Druck auf die LBBW besonders hoch. Hilfreich ist für sie, dass sie einen großen Teil ihrer riskanten Positionen loswerden will, was den Bedarf an Eigenkapital verringert.

Kommentare (1)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
  • Kommentare schreiben
Anzeigen
SEP
14
15:29 Uhr, geschrieben von Achim Raisch
Im Prinzip ja...
Im Prinzip finde ich es richtig, dass die Banken ihre Geschäfte mit mehr Eigenkapital unterlegen müssen. Allerdings hätte es zumindest für die Sparkasse und Genossenschaftsbanken Ausnahmen geben müssen. Diese können nicht einfach eine Kapitalerhöhung durchführen, wie es die Deutsche Banke gerade macht. Außerdem haben die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken die Finanzkrise nicht verursacht. Ihre Geschäftsmodelle sind weit weniger riskant, als die der Großbanken. Im Übrigen haftet innerhalb der jeweiligen Institutsgruppe jeder für jeden. Deshalb finde ich es sehr ungerecht, wenn nun alle gleich behandelt werden.
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
0
Kommentar bewerten
Facebook-Börsengang wird zum Desaster
Die Facebook-Aktie geht baden. Seit 2007 lief kein US-Börsengang im Milliardenbereich so schlecht.
Katar springt als Retter bei Schlecker ab
[Kommentare 1] Das arabische Emirat war die Hoffnung der Schlecker-Kinder. Nun ist der Investor abgesprungen.

 

Anzeige
Nachrichtenticker
10:41   Regierung beschließt Gesetz zu Patientenrechte
10:29   Johnny Depp von Indianerstamm aufgenommen
10:20   Spekulationen um Heynckes-Verbleib - "Bis 2013 Vertrag"
10:12   Sammlung Gunter Sachs bringt Millionen
10:00   Brüderle schließt Eurobonds zu späterem Zeitpunkt nicht aus
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
Video
Interaktiv
  • Umfrage
VfB Stuttgart - FC Bayern Muenchen

Der Vertrag von Arthur Boka beim VfB läuft aus und Bobic/Labbadia überlegen nun doch, den Linksverteidiger zu behalten. Soll Boka weiter für den VfB spielen?

 
Ja sicher, Boka hat sich einen neuen Vertrag beim VfB verdient
Nein. Boka hatte so viele Chancen, ist aber einfach nicht gut genug
 
(Ergebnis anzeigen)
 
  • Facebook
  • Foren
  • Twitter
Man kann sich online informieren, wo man Tagesgeld mit günstigen Konditionen bekommt.
 
 
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
ePaper
 
Für Abonnenten
Für Kaufinteressenten
» Abonnement
» StN Digital
» Einzelexemplar
» Infos
» Preise