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Neckar-Holzsteg Tage der Fußgängerbrücke sind gezählt

Von Dirk Herrmann 

Der Holzsteg, einst 1977 errichtet, wird im April abgerissen Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Der Holzsteg, einst 1977 errichtet, wird im April abgerissenFoto: Lichtgut/Max Kovalenko

Im April rücken die Abrissbagger an, anschließend wird der beliebte Holzsteg bei Bad Cannstatt zu Kleinholz verarbeitet. Fußgänger und Radler müssen sich deshalb neue Wege suchen, wenn sie in den Rosensteinpark gelangen wollen.

Stuttgart - Für Fußgänger und Radfahrer, die von Bad Cannstatt in Richtung Rosensteinpark streben, müssen sich auf Umwege einstellen. In wenigen Wochen beginnt der Abriss der beliebten, einst im Jahr 1977 zur in Stuttgart stattfindenden Bundesgartenschau errichteten Holzstegs über dem Neckar. Für drei bis vier Jahre bleibt damit den Spaziergängern der Weg über die Rosensteinbrücke in Richtung Wilhelma oder über die König-Karl-Brücke in Richtung Mineralbad Leuze. Die Holzbrücke ist der neuen Eisenbahnbrücke im Weg, die im Zuge von Stuttgart 21 gebaut wird. An die Unterseite dieser 35 Millionen Euro teuren, 345 Meter langen Stahlbrücke, die 15 Meter über dem Normalwasserspiegel des Neckars liegt, wird eine Fuß- und Radweg gehängt.

Eine weitere Variante für Fußgänger auf dem Weg in den Schlossgarten könnte in circa einem halben Jahrzehnt die bestehende Eisenbahnbrücke sein, die dann für den Zugverkehr nicht mehr benötigt wird. Ein Abriss wäre teuer. Mittlerweile gibt es mehrere Vorschläge, diese Brücke zum Verbindungsweg für Fußgänger und Radler umzufunktionieren. Andere Initiativen wittern bereits die Chance, in einem der beiden dann überflüssigen Tunnelröhren den früheren Musikclub Die Röhre wiederzubeleben. Zu einer möglichen Begrünung der Brücke ebenso wie zu Abriss- oder Umbaukosten haben Studenten der Uni Stuttgart Studien erstellt und Pläne entwickelt. haben. Im Büro des Städtebaubürgermeisters Peter Pätzold spricht man von „charmanten Ideen“. Allerdings gibt es auf Cannstatter Seite das Problem, dass die bisherige Schienenverbindung recht weit oben liegt und Fußgänger dort erst einmal hochgelangen müssten. Auch für einen barrierefreien Zugang müssten Lösungen für Rollstuhlfahrer entwickelt werden. Konkrete Verhandlungen mit der Bahn oder gar Ergebnisse gebe es jedenfalls noch nicht, heißt es aus dem Rathaus.

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