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Nahverkehr Region Stuttgart Es soll wieder Platz in den S-Bahnen geben

Von Alexander Ikrat 

Die S-Bahn soll von Dezember an häufiger fahren. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Die S-Bahn soll von Dezember an häufiger fahren.Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Zehn zusätzliche Züge sollen die vielgescholtene Pünktlichkeit der S-Bahn im Raum Stuttgart verbessern. Außerdem soll die Bahn von Dezember an häufiger fahren.

Stuttgart - Vom Fahrplanwechsel im Dezember an werden die S-Bahnen in den Nächten am Wochenende und vor Feiertagen im Stundentakt die Nacht hindurch fahren. Der Verband Region Stuttgart prüft derzeit außerdem, ob er die Nacht-S-Bahn auch von Donnerstag auf Freitag auf die Reise ­schicken soll. Weitere Vorhaben sollen das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs im Ballungsraum zuverlässiger machen.

Von Juli an liefert Hersteller Bombardier Transportation weitere zehn Züge des neuen Modells ET 430 aus, mit denen die Pünktlichkeit wieder etwas besser werden soll. Die Züge sollen an Endstationen im fliegenden Wechsel mit den ankommenden losfahren. In Schorndorf, Filderstadt und Vaihingen (alle S 2) oder Weil der Stadt (S 6) haben die Zugführer häufig zu wenig Zeit, den Führerstand zu wechseln, so dass Verspätungen nicht aufgeholt werden können oder sogar zunehmen. Das soll anders werden. Außerdem sollen die neuen Züge den Einsatz ­weiterer Langzüge zu Zeiten ermöglichen, wenn die S-Bahnen gestopft voll sind. Im Gespräch hierfür sind nach Angaben des Verbands Region Stuttgart die S 1 und S 3.

Eine große Entlastung der S-Bahn versprechen sich die Verbandsverantwortlichen von Stuttgart 21. Wenn die Regionalzüge ­etwa von Bietigheim, Ludwigsburg oder Backnang direkt zum Flughafen oder zur Landesmesse durchfahren, sollen laut Infrastrukturdirektor Jürgen Wurmthaler rund 20 Prozent weniger Fahrgäste in die S-Bahnen ein- oder umsteigen. Das wären anstatt rund 400 000 Fahrgästen täglich nur noch rund 320 000. „Das ist für die S-Bahn kein Problem“, sagt Wurmthaler, „wir brauchen die Kapazitäten.“ Die Zahl der Fahrgäste ist seit 2003 um 27 Prozent angestiegen. Das Wachstum dürfte in den kommenden Jahren zwar weniger rasant werden, weil keine neuen Linien eröffnet werden, andererseits wird 2017 der 15-Minuten-Takt ausgedehnt.

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