Nach „Nafri“-Äußerung Palmer nimmt Kölner Polizei in Schutz

Von red/dpa/lsw 

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat die Kölner Polizei in der Diskussion um die Abkürzung „Nafri“ gegen Rassismusvorwürfe verteidigt. Foto: dpa
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat die Kölner Polizei in der Diskussion um die Abkürzung „Nafri“ gegen Rassismusvorwürfe verteidigt. Foto: dpa

Boris Palmer kann die Aufregung um die „Nafri“-Äußerung der Kölner Polizei nicht verstehen. In einem Facebook-Beitrag stellt er klar, dass er die Bezeichnung zwar nicht gut findet, aber dass es auch keiner Diskussion um Rassismus bei der Polizei bedarf.

Köln/Tübingen - Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat die Kölner Polizei in der Diskussion um die Abkürzung „Nafri“ gegen Rassismusvorwürfe verteidigt. Es genüge, dass sich der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies für die Verwendung des Begriffs entschuldigt habe, schrieb Palmer am Montag auf Facebook. „Man muss jetzt nicht wieder über Rassismus in der Polizei reden.“ Die Kölner Polizei hatte Nordafrikaner am Silvesterabend auf Twitter als „Nafris“ bezeichnet und war dafür in die Kritik geraten. Den Begriff „Nafri“ finde er unangemessen, schrieb Palmer.

Verstärkte Kontrollen aufgrund der zahlreichen sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht vor einem Jahr in Köln seien aber angemessen gewesen. Die Verdächtigen und Verurteilten waren damals überwiegend Nordafrikaner. „Spezifische Antworten auf spezifische Probleme sind kein Rassismus, sondern adäquat“, schrieb Palmer. In diesem Jahr setzten Polizisten am Kölner Hauptbahnhof mehrere hundert verdächtige Männer fest, vornehmlich nordafrikanischer Herkunft.

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