Mord an Teenager Täter für brutalen Mord zu Jugendstrafen verurteilt

Von dpa/lsw 

Der Haupttäter, ein zur Tatzeit 18-Jähriger, muss für neun Jahre und sechs Monate ins Gefängnis, sein 14-jähriger Komplize erhielt eine Jugendstrafe von fünf Jahren (Archivbild). Foto: dpa (Symbolbild)
Der Haupttäter, ein zur Tatzeit 18-Jähriger, muss für neun Jahre und sechs Monate ins Gefängnis, sein 14-jähriger Komplize erhielt eine Jugendstrafe von fünf Jahren (Archivbild).
Foto: dpa (Symbolbild)

Für den brutalen Mord an einem Teenager sind zwei Männer zu Jugendstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Heilbronn erkannte am Montag auf Mord in Mittäterschaft.  

Heilbronn - Für den brutalen Mord an einem Teenager sind zwei Männer zu Jugendstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Heilbronn erkannte am Montag auf Mord in Mittäterschaft. Sie sollen vor gut zweieinhalb Jahren einen 15 Jahre alten Freund in Ebhausen (Kreis Calw) kaltblütig getötet haben.

Der Haupttäter, ein zur Tatzeit 18-Jähriger, muss für neun Jahre und sechs Monate ins Gefängnis, sein 14-jähriger Komplize erhielt eine Jugendstrafe von fünf Jahren. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 18-Jährige im Februar 2010 das Opfer mit einer Kordel bis zur Bewusstlosigkeit würgte und ihm danach rund 30 Messerstiche ins Genick und in den Hals zufügte. Der jüngere Mittäter legte zwar nicht selbst Hand an, soll den Mord aber gebilligt haben.

Die Täter äußerten sich vor Gericht nicht zu der Tat

Das Landgericht Tübingen hatte die beiden Angeklagten bereits 2010 wegen Totschlags zu mehrjährigen Jugendstrafen verurteilt. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hob das Urteil aber auf. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten Revision eingelegt.

Ausgangspunkt für die Tat war laut Gericht eine Anzeige von der Mutter des späteren Opfers bei der Polizei. Sie bezichtigte den 18-Jährigen, ihrem Sohn einen Wurfstern verkauft und damit gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben. Der Sohn bestätigte die Vorwürfe gegen seinen Freund. Als die Polizei deshalb ein Ermittlungsverfahren einleitete, schwor der 18-Jährige den Ermittlern zufolge Rache. Die beiden Täter äußerten sich vor Gericht nicht zu der brutalen Tat.

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