Montagsdemo SPD-Mitglied fordert Baustopp

Von Jürgen Lessat, Fotos: Beytekin 

Die Demonstration gegen Stuttgart 21 hat nach den jüngsten Ereignissen weiteren Zulauf bekommen.

Stuttgart - Nach der gewaltsamen Räumung des Mittleren Schlossgartens am vergangenen Donnerstag hat die Demonstration gegen Stuttgart 21 weiteren Zulauf bekommen. Laut Veranstalter kamen am Montagabend knapp 55.000 Menschen zur 46. Auflage der Kundgebung, die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf 25.000. Erstmals fand der Protest nicht vor dem Nordeingang des Bahnhofs statt, sondern gegenüber dem neuen Bauzaun im Park.

Redner kritisierten ein unverhältnismäßig hartes Vorgehen der Polizei gegen Schüler und Senioren während der Parkräumung. Mehrfach forderten Sprechchöre den Rücktritt von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU). "Hier kämpft der Staat gegen sein eigenes Volk", sagte die ehemalige Heidelberger Oberbürgermeisterin Beate Weber als Hauptrednerin. Weber, die SPD-Mitglied ist, forderte den sofortigen Baustopp des 4,1 Milliarden Euro teuren Projekts sowie Offenlegung aller Gutachten und Kostenrechnungen, um einen Volksentscheid vorbereiten zu können.

Im Anschluss an die friedlich verlaufene Kundgebung zogen mehrere Demonstranten durch die Innenstadt, was auf der Schillerstraße, der Theodor-Heuss-Straße und am Gebhard-Müller-Platz zu Verkehrsbehinderungen führte.

 

 

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Stuttgart 21 Rechnungshof weist Kritik der Bahn zurück

Von 26. August 2016 - 6:00 Uhr

Der Bundesrechnungshof weist die Kritik der Bahn wegen angeblicher Intransparenz beim Erstellen seines Prüfberichts zu Stuttgart 21 zurück. Der Konzern sei über alle Zwischenergebnisse informiert worden, heißt es.