Was muss also getan werden, um Tragödien wie die von Duisburg in Zukunft zu verhindern? Die Experten sind sich einig: Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, müsse eine durchdachte Strategie über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.
Zwar entsprechen Veranstaltungsorte in Deutschland meistens den bautechnischen Anforderungen. Sie sind also beispielsweise mit schwer entflammbaren Deckenbeplankungen versehen. Eine Universallösung für alle Veranstaltungsorte gebe es aber nicht.
Oft fehlt es an Willen und fachkundigem Personal
"Deshalb müssen die Sicherheitsstrategien für den jeweiligen Ort des Geschehens optimiert und angepasst werden", fordert der Katastrophenhelfer Unger. Sicherheitsfachmann Könnecke weist außerdem darauf hin, dass der Eingang zu einer Großveranstaltung niemals gleichzeitig als Ausgang dienen dürfe. "Es ist wichtig, zügig an seinen Platz zu kommen und von dort auch schnell wieder wegzukönnen", sagt er. "Dadurch kann Gedränge verhindert werden."
"Ein durchdachtes Sicherheitskonzept ist aber leider vielfach nicht zu erkennen", bemängelt Könnecke. Darüber hinaus fehle es oft am Willen und an fachkundigem Personal, um eine Planung auch sinnvoll umsetzten zu können. "Gefahren werden nicht abgedeckt, wenn ein Sicherheitskonzept nicht gelebt wird", sagt der Experte. Das bedeutet, dass sowohl Veranstalter als auch Ordner die Taktik verstanden haben müssen, um in Notfällen richtig reagieren zu können. Sonst nützt auch die beste Strategie nichts.
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