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Markus Babbel "Ich war zu müde, um den Egoismen entgegenzusteuern"

Marco Seliger, vom 25.08.2011 16:29 Uhr
 Foto: dpa
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Beim VfB kam noch erschwerend hinzu, dass Sie den Trainerlehrgang in Köln absolvieren mussten und oft nicht in Stuttgart waren.
Ja. Da fehlt einem das Gespür für Kleinigkeiten innerhalb des Teams. Und oft war ich auch einfach zu müde, um den Egoismen im Kader konsequent entgegenzusteuern.

Nach Ihrer Entlassung im Dezember 2009 haben Sie sich darüber beschwert, dass sich nach dem Freitod Robert Enkes entgegen aller Beteuerungen nichts geändert hat im Profifußball. Wie denken Sie heute darüber?
Ich war damals so wütend, weil unser Mannschaftsbus vor meinem letzten Spiel für den VfB (1:1 gegen Bochum, d. Red.) von einigen Idioten angegriffen wurde. Die haben den Spielern Angst eingejagt. Vor dem Spiel, das muss man sich mal vorstellen. Ich bin überzeugt davon, dass wir gegen Bochum gewonnen hätten, wäre das nicht passiert. Da hast du mit deinen Jungs einen Masterplan im Kopf, und dann kommt so was. Fußball ist Fair Play, Fußball ist Gewinnen und Verlieren - aber Fußball ist nicht Gewalt.

Ein paar Idioten missachten die Grundsätze.
Das macht mich traurig. Der eigene Verein muss doch immer im Mittelpunkt stehen - da kann ich doch nicht schon vor dem Spiel die eigenen Spieler attackieren. Es kann nicht sein, dass Leute sich wichtiger nehmen als den Club. Das geht bei den Spielern nicht - und bei den Fans auch nicht.

Was kann man gegen die Gewalt tun?
Da muss auch mal ein Selbstreinigungsprozess eintreten. Wenn ein pubertierender Bengel meint, er müsse das Randalieren anfangen, müssen ihn die Älteren im Block auch mal in die Schranken weisen. Die 99,9 Prozent der friedlichen Fans müssen den paar Idioten die Rote Karte zeigen.

Kommen wir zum Abschluss zu einem angenehmeren Thema. Kaiser Franz Beckenbauer hat gesprochen und Sie schon mal als künftigen Trainer des FC Bayern ins Gespräch gebracht. Ist das Ihr großer Traum?
Ich war 16 Jahre lang beim FC Bayern Spieler. Es ist mein Verein. Ich spüre eine extreme Verbundenheit. Ich weiß aber, dass ich noch einiges leisten muss, bis ich mal da hinkomme. Momentan habe ich nur Hertha BSC im Kopf. Es ist eine tolle Aufgabe, die ich da habe. Wir haben viel zu tun - da brauche ich jetzt nicht das Träumen anzufangen.

Kommentare (3)
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AUG
29
07:58 Uhr, geschrieben von Mac
Stinkstiefel
na einen der Stinkstiefel sind wir nun zumindest nach Schalke los geworden. Aber den ein oder anderen haben wir bestimmt noch im Team...
AUG
27
11:23 Uhr, geschrieben von kauffi
Schade, um Markus Babbel
Ein aufrichtiger, ehrlicher und starker Charakter wurde von überschätzten Spielern ausgebrandt. Die Chaoten aus der Fankurve und ein schwacher Manager Horst Heldt haben dem VfB eine sehr gute Perspektive und langfristiges Spielsystem zerstört. Vor dem Bochumspiel haben ein paar Chaoten den Bus gestürmt und somit den Absturz von Markus Babbel ausgelöst. Im Intervier berichtet er ausführlich über die verzogenen und chakterlosen Zeitgenossen. Diese stehen nicht hinter dem Verein, sondern sehen nur sich im Mittelpunkt. Diese Zeitgenossen können alles BESSER und wissen alles! Diese Typen wollen nur Zerstörung und alles kaputt machen. Die selben Chaoten war auch auf der Hauptversammlung und wollten den Verein aufspalten. Zum Glück, haben die meisten Mitglieder deren Spiel durchschaut und sind deren Forderungen nicht nachgekommen. Es ist für diese Chaoten besser, wenn diese sich vom Fußball komplett zurückziehen. Der Fußball braucht diese Menschen nicht. Für diese Chaoten haben wir den Stuttgarter Hauptbahnhof. Dort sind diese Rabauken gut aufgehoben und treffen gleich Denkende.
AUG
26
15:27 Uhr, geschrieben von Fritzle93
Beim VfB gab es...
Wo steht das mit den Stinkstiefeln?
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