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Mannheim Schwere Schlappe für die Staatsanwaltschaft

Frank Krause, vom 29.07.2010 17:47 Uhr
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Nun aber haben die Karlsruher Richter für die Wende gesorgt. Ihre Begründung für die Freilassung: Es stehe „Aussage gegen Aussage“. Zum einen habe Kachelmanns Ex-Freundin in den Vernehmungen widersprüchliche Aussagen gemacht. Zum anderen könnten „Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive“ nicht ausgeschlossen werden, Soll heißen: Womöglich habe sich die Frau die Verletzungen mit dem Messer selbst zugefügt.

„Der Beschluss des Oberlandesgerichts hat einem Justizskandal Grenzen gesetzt“, freut sich Birkenstock. Es handele sich um „die Auferstehung der Unschuldsvermutung und die Rückkehr der Rechtsstaatlichkeit“. Er werde jetzt mit seinem Mandanten die Hauptverhandlung „konzentriert vorbereiten“. Nur wann beginnt sie? Das Landgericht Mannheim jedenfalls teilt am Donnerstag in einer dürren Presseerklärung mit, es sei „nicht abzusehen“, ob der Prozess wie geplant am 6. September beginnt.

Zweifel an den Aussagen der Ex-Freundin

Justizexperten sehen in der vorzeitigen Freilassung Kachelmanns eine schwere Schlappe für die Staatsanwaltschaft und einen großen Prozessvorteil für den ARD-Mann. Jetzt müsse das Gericht alle vorliegenden Beweise noch genauer abwägen. Und da letztendlich nur Kachelmann und seine Ex-Freundin zum Tathergang eine Aussage machen könnten, sei eine Verurteilung des TV-Manns unwahrscheinlicher geworden. Dass der Schweizer nun nicht untertauchen, sondern zum Prozess kommen wird, gilt als sicher. „Er hat doch immer wieder betont, dass er unschuldig ist. Das wird er jetzt beweisen wollen“, heißt es am Donnerstag aus seinem Umfeld. Sein Anwalt jedenfalls ist sich sicher, dass „Wahrheit, Wissenschaft und Recht auf unserer Seite stehen“. In mehreren Gutachten waren zuletzt Zweifel an den Aussagen der Ex-Freundin aufgekommen. Wie deren Anwalt Thomas Franz die Entwicklung bewertet, bleibt vorerst unklar. „Er ist auf Geschäftsreise im Ausland“, sagt sein Büro am Donnerstag.

Und was macht die ARD nun? Bis auf weiteres wird Kachelmann, auch wenn er vorerst wieder ein freier Mann ist, nicht auf den Bildschirm zurückkehren. „Wir warten das schwebende Verfahren ab“, sagte ein ARD-Sprecher in München. Auch Kachelmanns Meteomedia lehnte eine Stellungnahme ab. Dort geht der Betrieb weiter wie in den vergangenen vier Monaten – als Kachelmann nicht da war.

 

Kommentare (29)
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AUG
22
12:44 Uhr, geschrieben von Simmsekrimsler
Sonntagsausgabe: Kachelmann geht in die Offensive
Tja, so wie die Kachelmann-Seite argumentiert (durchaus schlüssig und zunächst unwidersprochen) hat wohl Herr Machmüller mit seiner Einschätzung recht und Frau Markowitsch liegt, wie schon vermutet, mit Ihrer Vorverurteilung daneben! Das ist alles andere als schlicht, einfach und glänzend von Ihr! Was mir dazu einfällt wäre weniger schmeichelhaft aber dafür näher an der Realtät!
AUG
09
14:51 Uhr, geschrieben von Mitleser
Dieter Machmüller und Nada Markowitsch
hier ist ein öffentlicher Krieg entstanden und ich sehe in erster Linie, dass Dieter Machmüller sehr überrheblich, arrogant und geltungsbedürftige ist und Nada Markowitsch ganz schlicht, einfach und glänzend.
AUG
03
15:32 Uhr, geschrieben von Dieter Machmüller
@ Frau M a r k o w i t s c h, Sie haben es offensichtlich immer noch nicht
kapiert! Ich stelle mich nicht nur vor Kachelmann! Ich stelle mich vor alle Angeschuldigten und solcherart durch gezielte Indiskretionen seitens des Strafverfolgungsapparates in die Öffentlichkeit gezerrten und somit der Vorverurteilung ausgesetzten. Das ist heute Kachelman, war einst Vera Brühne, ist heute auch der Fall Harry Wörz, morgen vielleicht der Fall Markowitsch oder Machmüller! Verstehen Sie das nicht? Hier wird die Unschuldsvermutung, die bis zum Urteil gilt, verletzt! Hier wird zum Nachteil des Beschuldigten in dessen Persönlichkeitsrechten eingegriffen die die Fortsetzung seines bisheriges Leben unmöglich machen! Wer gibt den Strafverfolgungsbehörden das Recht hier öffentlich zu machen was Verfahrensrechtlich nicht veröffentlicht werden darf? Wer hat der Staatsanwaltschaft erlaubt der Presse mitzuteilen das Kachelmann so medienwirksam verhaftet wurde? Frau Markowitsch, wenn es ganz dumm läuft sind Sie evt. die nächste! Was dann? Wie wollen Sie sich wehren? Selbst wenn ein Gericht am Ende das Urteil spricht: Frei, wegen erwiesener Unschuld! I h r Leben ist zerstört! I h r Job ist weg! I h r e Wohnung anderweitig vermietet! "Freunde" kennen Sie nicht mehr, die Nachbarn tratschen und zerreissen sich das Maul über Sie: "...irgendwas wird wohl daran schon wahr gewesen sein" . Ihr Leben ist vollkommen auf den Kopf gestellt! Nichts ist mehr so wie es einmal war! Zum Fall Kachelmann selbst ist zu bemerken das nach meinem Kenntnisstand das "sog. Opfer" länger mit Kachelmann liiert war und somit beide übereingekommen waren diese Art der Sexualität zu frönen. Nicht mein Ding! Aber, so what else... Des Menschen Wille ist sein Himmelreich und wer bin ich denn schon anderen etwas vorschreiben zu wollen! Deren Bier! Nun kommt das sog. Opfer auf einmal dahinter das Kollege Kachelmann ausser mit Ihr auch noch mit anderen Damen diese Art von Unterhaltung frönt! Sein Bier! Das sog. Opfer bittet um Aussprache und ist mit dieser höchst unzufrieden. Kachelmann beendet das Verhältnis und das Liebchen wandelt sich zum sog. Opfer aus Rache und/oder gekränkter Eitelkeit und hängt Kachelmann etwas an! Das ist auch ein vielfach belegtes Verhaltensmuster und liegt im Bereich des möglichen! Von mir weiss Ich das ich nicht dabei war und somit nur mutmassen (das Maul zerreissen kan) kann. Deshalb sage ich dazu nur abwarten was die Verhandlung erbringt! Dann weiss man hoffentlich wie die Schuldfrage beantwortet werden kann!
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