Liederhalle Stuttgart Proteste beim Festakt: S21-Gegner verabschieden sich lautstark von Wolfgang Schuster

dpa, 05.01.2013 20:20 Uhr
Rund 200 S21-Gegner begleiten den Festakt, mit dem Stuttgarts OB Wolfgang Schuster aus dem Amt verabschiedet wurde, mit einem Pfeikonzert. Ministerpräsident Kretschmann verleiht Schuster den Ehrentitel "Professor".

Stuttgart - Mit einem Festakt in der Liederhalle ist Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) am Samstag aus dem Amt verabschiedet worden. Schuster stand 16 Jahre an der Spitze der Landeshauptstadt, zu deren Ehrenbürger er bei der Veranstaltung ernannt wurde.

Bürgermeister Michael Föll (CDU) sagte vor rund 1400 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Schuster sei ein „Glücksfall“ für die Stadt gewesen, die sich in seiner Ära zu einer praktisch schuldenfreien und in vielerlei Hinsicht besonders geachteten Kommune entwickelt habe. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verlieh Schuster bei der Veranstaltung den sehr selten verliehenen Ehrentitel „Professor“.

"Das finde ich unwürdig"

Der Festakt wurde von Protesten begleitet. Rund 200 Gegner des Bahnprojektes Stuttgart 21 empfingen die Gäste nach Angaben der Polizei vor der Halle mit einem Pfeifkonzert. Vertreter von CDU, Grünen und FDP reagierten verärgert darauf. Die Stuttgarter Schulbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) betonte, bei allen unterschiedlichen Positionen zu S 21 fehle ihr doch das Verständnis dafür: „Das finde ich unwürdig.“

Auch Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) verurteilte den Protest. Ein Rathauschef, der sich 16 Jahre lang für die Stadt krumm gemacht habe, habe das nicht verdient. Die baden-württembergische FDP-Generalsekretärin Gabriele Heise nannte den Protest „völlig daneben“. Jeder dürfe seine Meinung äußern, aber es sei stillos, dies zu diesem Anlass zu tun. „Was will man damit als Signal noch erreichen?“

Am kommenden Montag wird der Grünen-Politiker Fritz Kuhn das Amt des Oberbürgermeisters in Stuttgart für die nächsten acht Jahre übernehmen. Der 63-jährige Schuster war zur OB-Wahl nicht mehr angetreten.

 
 
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Kommentare (85)
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Balotteli Ist schon länger als 1 Jahr her
Besser ist weiterzubauen und nicht nach hintenzuschauen . Weiterbauen
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Aufgeklärter Ist schon länger als 1 Jahr her
„Christa Neff“ – Welcher Kommentar stammt denn nun von der „Echten“ Wenn Sie nicht diejenige sind, einen bestimmten Kommentar geschrieben zu haben bzw. sich Ihres Namens bemächtigt hat, und ich Sie dadurch entsprechend kritisiert habe, bitte ich um Entschuldigung für gemachte Unterstellungen. Aber welche Kommentare sind denn nun von Ihnen geschrieben worden? Ok, ich muß gestehen, den von 16:42 fand ich auffällig maßlos übertrieben. Ich würde aber sagen, wir lassen es dabei bewenden, denn sonst schaukelt man unnötig aggressive Kritiken auf. Bringt auch nichts, sonst könnte man meinen, wir führen hier einen „Privatkrieg“, und das Problem wurde somit von keiner Seite aus gelöst. Auch mein Name wurde von der Gegenseite vor kurzem mißbraucht. Ich glaube nicht, daß das die hiesige Redaktion kontrollieren kann. Ich denke, dazu ist sie auch nicht verpflichtet. – Oben bleiben!
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Degerlocher Ist schon länger als 1 Jahr her
Wer weiß,- eventuell wird sich die jetzige Regierung doch noch gegen die aktuelle Aufteilung des Länderfinanzausgleiches wehren. - Unser Geld muß im Ländle bleiben.
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Christa Neff Ist schon länger als 1 Jahr her
Ich möchte die Redaktion bitten klarzustellen, dass dieser Kommentar NICHT von mir stammt. Desweiteren in Zukunft etwas mehr Sorgfalt walten zu lassen. Es ist nicht das erste mal dass Kommentare unter meinem Namen hier erscheinen die ich nicht verfasst habe. Danke. Aufgeklärter, lesen Sie doch bitte meinen Kommentar langsam durch vielleicht verstehen Sie ihn dann etwas besser.
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Christa Neff Ist schon länger als 1 Jahr her
Wenn ich dazufügen darf ich hoffe das der neue wenigstens die billigen Sozialwohnunen in Stuttgart abschafft. München sollte ein Vorbild sein. Das wenigstens die Argen besser arbeiten und die Arbeitsscheuen in Arbeit bringt ich danke inständig. Aber es wäre zu schön um wahr zu sein.
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