Leukämie Ex-Hertha-Stürmer Alex Alves in Brasilien gestorben

dapd, 14.11.2012 14:49 Uhr

Berlin - Der ehemalige Bundesligaprofi Alex Alves ist im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Das bestätigte Hertha BSC am Mittwoch. Der einstige Torjäger, der von 2000 bis 2003 bei Hertha BSC aktiv war, verlor den Kampf gegen Leukämie (Blutkrebs).

„Ich bin total erschüttert. Wir Herthaner hatten alle gehofft, dass sich der Zustand durch die Stammzellenbehandlung bessert und er diese schwere Situation übersteht. Wir sind tief erschüttert, unsere Gedanken sind bei seiner Familie“, sagte Michael Preetz, Geschäftsführer von Hertha BSC und ehemaliger Mitspieler von Alves.

Zuletzt war Alves Knochenmark transplantiert worden. Spender war einer seiner Brüder. Alves litt seit vier Jahren an der schweren Erkrankung. Er hatte zwischen 2000 und 2003 für die Hertha gespielt. Die Erkrankung war erst im Oktober dieses Jahres öffentlich geworden. Alex Alves absolvierte 81 Bundesligaspiele für Hertha BSC und erzielte dabei insgesamt 25 Tore.

Tor aus über 50 Metern

Alves war 2000 von Hertha für 15,2 Millionen Mark von Belo Horizonte verpflichtet worden. Diese Ablösesumme ist bis heute noch Rekord für einen Transfer bei dem Zweitligisten aus der Hauptstadt. In Erinnerung geblieben aus seiner Bundesliga-Zeit ist vor allem sein Treffer vom 30. September 2000. Im Spiel gegen den FC Köln traf er aus über 50 Metern ins Tor. Der Treffer wurde von der ARD zum Tor des Jahres gekürt.

Doch war dies einer seiner wenigen Höhepunkte in Berlin. Der Journalist Michael Jahn beschreibt Alves in seinem Hertha-Vereinsbuch („Blau-weiße Wunder: Die Geschichte von Hertha BSC) als jemanden, der “immer wieder durch seine Eskapaden auffiel„. So habe Alves ab und an das Training verpasst und kuriose Ausreden als Entschuldigung angegeben. Mal sei die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit schuld gewesen, ein anderes Mal die Schranke in der Tiefgarage.

Hertha verkaufte den Brasilianer schließlich im März 2003 für rund 500.000 Euro an Atletico Mineiro. Doch auch dort sowie bei seinen weiteren Stationen wurde der Angreifer mit dem explosiven Antritt sportlich nicht mehr glücklich.

 
 
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