Leonberg Örtliche Klinik ist Spitze bei künstlichen Gelenken

Von Arnold Einholz 

Zufrieden mit der Arbeit der  Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie:  Birgit Goedecke (Qualitätsmanagement), Geschäftsführer Martin Loydl, geschäftsführender Krankenhausdirektor David Assmann, leitender Oberarzt  Ekkehard Schulz, Chefarzt Michael Sarkar, Landrat Roland Bernhard, Krankenhausdirektor Benjamin Stollreiter (von links). Foto: Klinikverbund
Zufrieden mit der Arbeit der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie: Birgit Goedecke (Qualitätsmanagement), Geschäftsführer Martin Loydl, geschäftsführender Krankenhausdirektor David Assmann, leitender Oberarzt Ekkehard Schulz, Chefarzt Michael Sarkar, Landrat Roland Bernhard, Krankenhausdirektor Benjamin Stollreiter (von links).Foto: Klinikverbund

Experten bescheinigen dem Team der Unfallchirurgie und Orthopädie fundiertes Können und Wissen.

Leonberg - Patienten, die Probleme mit Hüft- und Kniegelenken haben, können sich vertrauensvoll ans Krankenhaus Leonberg wenden – das hat die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie jetzt schwarz auf weiß. Der Klinik unter der Leitung von Privatdozent Michael Sarkar wurde von unabhängigen Experten als Endoprothetikzentrum (EPZ) zertifiziert.

Die Auszeichnung bescheinigt der Klinik damit ausgewiesene medizinische Qualität beim Einsatz künstlicher Gelenke, etwa an Hüfte oder Knie. Lediglich Einrichtungen, die nachweislich die wesentlichen, wissenschaftlich belegbaren Vorgaben für eine sichere und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Patienten beim künstlichen Gelenkersatz erfüllen, erhalten das begehrte Prüfsiegel.

Mehr als 200 00 Hüftgelenke und über 150 000 Kniegelenke werden in Deutschland jährlich implantiert. Patienten, die sich dafür entscheiden, haben aber oftmals einen mehrjährigen Leidensweg voller Zweifel und Angst vor einem solchen Eingriff hinter sich. Vor allem die Suche nach einer geeigneten Klinik mit erfahrenen Operateuren treibt sie dabei um.

„Es war ein hartes Stück Arbeit für die Mitarbeiter, alle Vorgaben der Prüfer zu erfüllen und das alles parallel zum eigentlichen Klinikbetrieb umzusetzen“, sagt der Chefarzt Sarkar. Sein Dank gelte daher zu allererst seinem leitenden Oberarzt Ekkehard Schulz, seinem Team und allen am Zertifizierungsprozess Beteiligten. Prozessqualität gemäß neuester medizinischer Leitlinien, streng dokumentierte Ergebnisqualität untermauert durch Zahlen, die auch vor der Offenlegung von Komplikationsraten nicht halt machen, optimale fachliche Qualifikation der Mitarbeiter, basierend auf regelmäßigen Fortbildungen – die Liste im Prüfkatalog ist lang.

Zu recht, wie Sarkar untermauert: „Wenn andere Behandlungsmethoden einem von Gelenkarthrose geplagten Patienten nicht mehr helfen und die Lebensqualität durch Schmerzen und Bewegungseinschränkung zu stark eingeschränkt ist, kann eine Gelenkersatz-Operation nahezu allen Betroffenen helfen. Wichtig ist die Qualität der medizinischen Versorgung.“

Mittels moderner Operations-Methoden lässt sich bei künstlichen Gelenken mittlerweile eine bisher nicht gekannte Präzision und Passgenauigkeit erreichen. Dank hochwertiger Implantate und Werkstoffe halten die Prothesen auch deutlich länger als früher. Außerdem wird vom Knochen nur das Notwendigste abgetragen und die Prothese individuell angepasst, so bleibt für eventuell später notwendige Wechsel noch genug Substanz übrig.

Allein in Leonberg werden so jährlich mittlerweile fast 200 solcher Eingriffe vorgenommen. Erfahrung, die sich direkt beim Patienten bemerkbar macht: Bedeutet eine schonende OP doch weniger Schmerzen, weniger Blutverlust und dass man schneller wieder mobil ist. „Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit im Haus und mit den niedergelassenen Fachärzten in der Region versteht sich für ein zertifiziertes EPZ von selbst“, sagt der Chefarzt. „Gleiches gilt auch für die enge standortübergreifende Kooperation mit dem zertifizierten Endoprothetikzentrum in Sindelfingen unter der Leitung von Stefan Kessler.“

Einer der ersten Gratulanten für das Team um Chefarzt Sarkar war der Landrat Roland Bernhard, der als Aufsichtsratsvorsitzender der Kreiskliniken die Zertifizierung maßgeblich unterstützt hatte.

„Neben dem bereits seit Jahren etablierten Gefäßzentrum stärkt das neue Endoprothetikzentrum den Standort Leonberg, in den wir in den kommenden Jahren rund 70 Millionen Euro in Modernisierung und Sanierung investieren werden“, erläuterte der Landrat bei der offiziellen Übergabe der Zertifizierungs-Urkunde.

„Wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche und dauerhafte Zertifizierung solcher Zentren, dem medizinischen Dreh- und Angelpunkt einer Klinik, ist zudem eine moderne Intensivstation“, erklärte der Geschäftsführer des Klinikverbundes Südwest, Martin Loydl. „Eine solche wird bereits seit Herbst 2015 in Leonberg mit der Unterstützung des Landkreises für rund 4,5 Millionen Euro komplett neu errichtet“, sagt Loydl. Ungefähr Dreiviertel der Summe entfallen dabei auf den Neubau im Erdgeschoss, der Rest auf die neue Einrichtung und modernisierte Medizintechnik. Das Vorhaben wird voraussichtlich bis Anfang nächsten Jahres fertiggestellt sein.

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