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Lauf für Stuttgart 21 Schmiedel: "Wir gewinnen bei einer Volksabstimmung"

Eva Funke, Video: Ziehe, vom 08.10.2010 10:45 Uhr
Tausende Befürworter sind am Donnerstagabend für das Milliardenprojekt auf die Straße gegangen. Foto: dpa
Tausende Befürworter sind am Donnerstagabend für das Milliardenprojekt auf die Straße gegangen. Foto: dpa

Stuttgart - Rund 4000 Teilnehmer haben sich laut Polizei am gestrigen Donnerstagabend zu einer Kundgebung für das Projekt Stuttgart 21 auf dem Stuttgarter Marktplatz eingefunden. Darunter auch etwa 1000 Jogger und 170 Radler, die vom Mineralbad Leuze gestartet waren, um Flagge für den Bau des Tiefbahnhofs zu zeigen.

Das Gerücht über einen Baustopp während der Verhandlungen mit den Projektgegnern räumte Peter Hauk, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag, aus: "Es wird keinen Baustopp geben. Weder der Ministerpräsident noch der Bahn-Chef haben dem zugestimmt", stellte er unter dem Jubel der Teilnehmer fest. Claus Schmiedel, Fraktionsvorsitzender der Landtags-SPD, sagte, er habe sich nicht träumen lassen, das Projekt in Stuttgart und der Region, die am meisten davon profitierten, einmal verteidigen zu müssen, nachdem es 2005 im Bundestag einstimmig beschlossen worden sei. Er bekannte sich unter Applaus zu dem Projekt und erntete Buhs für sein Plädoyer für eine Volksabstimmung. "Ich weiß, dass wir die gewinnen werden", ist er überzeugt. Die Journalistin Susanne Offenbach zeichnete die "Vision" einer Volksbewegung für Stuttgart 21. "Ich wünsche mir, dass sich die geballte Kreativität auf die Riesenchance konzentriert, die das Projekt bietet", sagte sie und forderte: "Auch Minderheiten müssen verlieren können. Die Mehrheit will S 21."

Unter den Rufen der Menge "Wir sind Stuttgart" stiegen 210 weiße Luftballons in den Nachthimmel auf.

Kommentare (84)
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OKT
11
00:06 Uhr, geschrieben von M. Ostermann
Kopf machen im Hbf Köln
@Reigeschmeckter:"Der Knoten Köln ist heute der schlimmste Engpass im NRW-Schienennetz. * Die Kapazität des Hauptbahnhofes und der Hohenzollernbrücke ist zu gering für den Regional- und Fernverkehr. * Der ICE-Verkehr verstopft dieses Nadelöhr seit Eröffnung der Neubaustrecke Köln -- Frankfurt zusätzlich, da viele Züge von Frankfurt ins Ruhrgebiet die Hohenzollernbrücke zweimal überqueren und im Hbf Kopf machen müssen." ===> 'ist irgendwie nicht erstaunlich, dass es sich nicht unbedingt anbietet in Durchgangsbahnhöfen Züge umkehren zu lassen, und schon gar nicht, wenn die Zu- und Abfahrt über die nur 4-gleisige (plus 2 S-Bahn Gleise) Hohenzollernbrücke erfolgt, die als Langsamfahrstrecke ein ähnliches Verkehrshindernis wie das existierende 5-Gleisige Bahnhofsvorfeld (plus 4 S-Bahn) des jetzigen Stuttgarter Kopfbahnhofes.... Sie können dem Artikel im Umkehrschluss aber auch entnehmen, dass es diese Verstopfung nicht gab solange die ICEs durch Köln Hbf durchfuhren (um nämlich z.B. aus Richtung Ruhrgebiet kommend auf die rechte Rheinseite zu wechseln).
OKT
10
15:59 Uhr, geschrieben von Joachim Mendla
"Wir sind Stuttgart"
... und ich bin der Kaiser von China ...
OKT
10
13:42 Uhr, geschrieben von Reigeschmeckter
Köln platzt aus allen Nähten
@ M. Ostermann: "Der Hbf von Köln (60% mehr Einwohner als Stuttgart)" Stimmt. Sie vergessen aber den Ballungsraum um Stuttgart. Den gibt es rund um Köln in dieser Form nicht. Erst weiter nördlich im Ruhrgebiet finden Sie eine flächendeckende Besiedlung. Je nachdem, wo sie aus Köln rausfahren, sind sie dagegen sehr schnell auf dem flachen Land. === "(Köln) kommt damit (..) aus. Erweiterungen werden nur für die S-Bahn diskutiert." === Der Kölner Hbf platzt aus allen Nähten; ein Blick in den Fahrplan sollte Ihnen zeigen, daß viele Fernzüge mittlerweile über Deutz auf der anderen Rheinseite abgewickelt werden. Lesen Sie hier: http://www.probahn-nrw.de/projekte/rrx/infrastruktur3.php "Der Knoten Köln ist heute der schlimmste Engpass im NRW-Schienennetz. * Die Kapazität des Hauptbahnhofes und der Hohenzollernbrücke ist zu gering für den Regional- und Fernverkehr. * Der ICE-Verkehr verstopft dieses Nadelöhr seit Eröffnung der Neubaustrecke Köln -- Frankfurt zusätzlich, da viele Züge von Frankfurt ins Ruhrgebiet die Hohenzollernbrücke zweimal überqueren und im Hbf Kopf machen müssen."
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Erler: „Wir müssen mehr Leute fragen“
Staatsrätin Gisela Erler gibt den Filder-Dialog zu Stuttgart 21 trotz geringer Resonanz nicht auf.
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