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Landtagswahl 47.500 Stuttgarter beantragen die Briefwahl

Von Josef Schunder 

Wen wählen? Immer mehr Stuttgarter wollen das daheim entscheiden und da auch  die Partei ihrer Wahl markieren Foto: dpa
Wen wählen? Immer mehr Stuttgarter wollen das daheim entscheiden und da auch die Partei ihrer Wahl markierenFoto: dpa

Daheim zu wählen, wird bei den Stuttgartern immer beliebter. Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl 2016 haben schon rund 47.500 Frauen und Männer die Briefwahl beantragt.

Stuttgart - Die Briefwahl ist bei den Stuttgarter Bürgern in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden – und auch in der Kategorie Landtagswahl gibt es 2016 erneut mehr Briefwahlanträge. Bis Montagabend, knapp drei Wochen vor der Abstimmung in den Wahllokalen, haben rund 47.500 wahlberechtigte Frauen und Männer die Unterlagen für die Briefwahl beantragt, teilte das Statistische Amt der Stadt Stuttgart unserer Zeitung mit. Das sind etwa 8000 Anträge mehr als zum vergleichbaren Zeitpunkt vor der Landtagswahl 2011. Insgesamt könnte es bei der jetzigen Wahl rund 80.000 Briefwähler geben, vermutet der Amtsleiter Thomas Schwarz.

Bei der Bewertung dieser Zahlen ist der Wahlexperte allerdings vorsichtig. „Man muss berücksichtigen, dass die Zahl der Wahlberechtigten in den letzten fünf Jahren gestiegen ist“, sagte er. So seien zur Landtagswahl 2016 erstmals rund 374.000 Stuttgarterinnen und Stuttgarter zugelassen – mehr als bei den vergangenen fünf Landtagswahlen. 2011 waren noch 367.689 Personen wahlberechtigt. Das waren rund 6300 weniger als bei der jetzigen Landtagswahl.

Wahlbeteiligung noch nicht vorherzusagen

Was die hohe Zahl der Briefwahlanträge für die Wahlbeteiligung insgesamt bedeuten könnte, ließ Schwarz offen. „Daraus lässt sich noch keine Prognose für die tatsächliche Wahlbeteiligung bis zur Schließung der Wahllokale ableiten“, sagte er. Sicher ist nur: Vor fünf Jahren hatte die Wahlbeteiligung insgesamt bei 73,1 Prozent gelegen. Von den Stuttgarterinnen und Stuttgartern, die ihre Stimme abgaben, taten das rund 24 Prozent, also fast ein Viertel, auf dem Weg der Briefwahl.

Wer das diesmal auch so halten will, kann die Briefwahl noch bis zum Freitag, 11. März, um 18 Uhr beantragen – indem man rechtzeitig per Post oder Fax einen Antrag an das Statistische Amt der Stadt Stuttgart oder an das jeweilige Bezirksamt schickt. Online im Internet kann die Briefwahl noch bis Donnerstag, 10. März, um 12 Uhr beantragt werden. Zum Online-Antrag kommt man unter der Internetadresse www.stuttgart.de/briefwahl. Dort kann man auch einen Antrag herunterladen, den man ausfüllen und per Post oder Fax an das Statistische Amt schicken kann. Persönlich abholen und abgeben kann man ihn in den Briefwahlbüros im Statistischen Amt ­(Eberhardstraße 39 in der Stadtmitte) und in den Bezirksrathäusern. Bis zum Wahlsonntag, 13. März, um 18 Uhr kann man den Wahlbrief beim Statistischen Amt einwerfen.

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