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Stuttgart - "So einen Umzug gab es hier noch nie", sagt Carmen Fischer, die wissenschaftliche Volontärin für Kommunikation und Kulturvermittlung des Landesmuseums: Seit einer Stunde hebt ein Krahn archäologische Ausstellungsstücke vom ersten in das zweite Obergeschoss des Alten Schlosses. Ein Umzug in luftiger Höhe war bisher noch nie nötig, um Objekte von einer Halle in die andere zu verfrachten.
Vorsichtig werden die drei Objekte nacheinander in die Luft gehoben und auf den Zentimeter genau nebeneinander auf dem Balkon platziert. Zuerst ist der Travertinblock aus Bad Cannstatt an der Reihe. Neben Geweih- und Knochenresten eines Hirschs umschließt der Gesteinsblock Steinwerkzeuge, die auf 300 000 v. Chr. datiert werden. Als nächstes wird die Stele von Holzgerlingen in einer unscheinbaren Holzkiste in den Himmel gehoben. Die keltische Sandstein-Säule zeigt eine menschliche Figur mit vor dem Körper verschränkten Armen und entstammt dem vierten Jahrhundert n. Chr.
Den Schluss bildet die Replik des Menhirs von Weilheim, auf der Stabdolche abgebildet sind. "Das Original ist etwa vier Tonnen schwer. Diese Last kann das Alte Schloss nicht tragen", erklärt Carmen Fischer. Das Original des nachgebildeten Hinkelsteins entstamme der frühen Bronzezeit. Die Objekte sollen in der Ausstellung "LegendäreMeisterWerke", die anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Museums ab Mai zu sehen sein wird, ausgestellt werden.