Kursaal Vereine wünschen sich ein echtes Bürgerhaus

Von Annina Baur 

Über die zukünftige Nutzung des Kursaal ist noch nicht entschieden. Foto: Zweygarth
Über die zukünftige Nutzung des Kursaal ist noch nicht entschieden.Foto: Zweygarth

Bezahlbare Probenräume und Orte für Bewegungsangebote für Jung und Alt fehlen im Stadtbezirk.

Bad Cannstatt - Veranstaltungszentrum oder Bürgerhaus? Noch ist nicht endgültig entschieden, wie der Kursaal in Zukunft betrieben wird. Die Entscheidung steht wie berichtet im März an. Dennoch sind viele Cannstatter Vereine schon heute besorgt um die Zukunft des Kursaals.

„Der Kursaal soll ein Haus für die Bürger werden und ein Haus für die Förderung der Menschen, egal ob jung oder alt“, sagt Anneliese Schick vom Turnerbund Bad Cannstatt. Sie plädiert dafür, das denkmalgeschützte Gebäude sowohl vormittags als auch abends für Bewegungsangebote und Proben zu öffnen. Vielen Vereinen, Kindergärten und Schulen fehle es an bezahlbaren Räumen für diese Angebote. So führe der Turnerbund Cannstatt gerade Gespräche mit Vertretern des Sportamts und der Sozialen Stadt Hallschlag, um gezielt ältere Mitbürger in Bewegung zu bringen. Für derartige Angebote seien allerdings die entsprechenden Räume im Stadtbezirk eine zwingende Voraussetzung. Eine kommerzielle Nutzung schließt Schick dennoch nicht kategorisch aus: „Dafür wäre eben eine geschickte Organisation notwendig.“ Die Nutzer hätten sicherlich Verständnis dafür.

Auf der Suche nach Proberäumen sind unter anderem auch der Square Dance Club Tamburin und der Kübelesmarkt Bad Cannstatt. Weil das zunfteigene Küblerhaus in der Küblergasse ständig überbelegt ist, wären etwa Tanzgarden, Spielmannszug oder Schwerttanzgruppe dankbar für ein Ausweichquartier.

Zu schade wäre das denkmalgeschützte Ensemble für eine Vereinsnutzung nicht, finden die Betroffenen: „Nur Räume, in denen das Leben stattfindet, in denen sich Menschen treffen und gemeinsam für unseren Stadtbezirk arbeiten, ergeben Sinn“, sagt Anneliese Schick.

Redaktion Bad Cannstatt

Ansprechpartner
Annina Baur und Rebecca Stahlberg
cannstatt@stz.zgs.de

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