„Kunst im Ort“ in Gammelshausen Die „Schnapsidee“ wird zu einer festen Größe

Von Andreas Pflüger 

Auf ein volles Gemeindehaus hoffen die Organisatoren auch bei der dritten Auflage von „Kunst im Ort“ in Gammelshausen. Foto: Veranstalter
Auf ein volles Gemeindehaus hoffen die Organisatoren auch bei der dritten Auflage von „Kunst im Ort“ in Gammelshausen.Foto: Veranstalter

An diesem Wochenende wird im Gemeindehaus in Gammelshausen zum dritten Mal „Kunst im Ort“ präsentiert. Zehn Künstlerinnen und Künstler machen eine „Schnapsidee“ salonfähig.

Gammelshausen - Beim ersten Mal feiert eine Veranstaltung – richtigerweise – ihre Premiere. Schon beim zweiten Mal sprechen die Organisatoren gerne davon, dass sich ein Event etabliert hat. Und spätestens von der dritten Auflage an gilt die ganze Sache dann endgültig als traditionell. So gesehen ist „Kunst im Ort“ in Gammelshausen zwischenzeitlich eine Tradition, die – nach 2012 und 2014 – an diesem Wochenende, 30. und 31. Januar, zum dritten Mal über die Bühne geht.

Ganz so dick auftragen wollen Marion und Dieter Gaiss, die sich vor fünf Jahren erstmals Gedanken über eine Sammelausstellung in dem Voralbdorf gemacht haben, verbal zwar nicht. „Als eine feste Größe im regionalen Kulturleben dürfen wir die Geschichte aber wohl schon bezeichnen“, findet das Künstlerehepaar. Und in der Tat hat sich die zweitägige Schau ausgewachsen. Mittlerweile zeigen zehn Künstlerinnen und Künstler im Gemeindehaus ihre doch sehr unterschiedlichen Werke.

Ein Mix aus Bildern, Skulpturen und Objekten

Im Veranstaltungsmotto wird heuer dennoch auf die Anfänge zurückgeblickt. Denn vor dem Auftakt im Jahr 2012 sprachen die Gaissens selbst noch von einer „Schnapsidee“, mit der sie vom damaligen Schultes Hans-Peter Zaunseder infiziert worden waren. Die Bezeichnung hat sich offensichtlich durchgesetzt, lautet doch nicht nur das aktuelle Motto der bevorstehenden Ausstellung exakt so. Vielmehr hat sich auch die Gammelshausener Künstlergemeinschaft, die die Werkschau zusammen mit der Gemeinde organisiert, den Namen „Schnapsidee“ verpasst.

Musste zunächst noch ein wenig Überzeugungsarbeit selbst bei den Kolleginnen und Kollegen aus der näheren Umgebung geleistet werden, so sind dieses Mal sogar Gäste aus der weiteren Umgebung vertreten. „Es musste halt passen“, sagt Dieter Gaiss zu dem außergewöhnlichen Mix aus Bildern, Skulpturen und Objekten, der am Samstag von 17  bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr gezeigt wird.

Kunstschmiedevorführung und Weißwurstfrühstück

So stellt Marion Gaiss ihre neuesten Arbeiten, in denen sie Figur und Abstraktion verbindet, sowie ihre Collagen aus. Dieter Gaiss zeigt seine „Stuhlgewächse“ und einige weitere Arbeiten, die er allesamt mit der Kettensäge herstellte. Tanja Joos hat neue großformatige Zeichnungen dabei, die während ihres Studiums an der Akademie Kolbermoor entstanden sind. Ebenso großformatig kommen die Abstraktionen von Jochen Pietrowski daher. Ulla Spaeth komplettiert das Schnapsidee-Team mit ihren Aquarellen.

Als Gäste sind Axel Birgin aus Karlsruhe mit seinen Vogelskulpturen, der Nürtinger „Bildermacher“ Achim Brückner, der Süßener Kunstschmied Herbert Häbich und Kerstin Stöckler aus dem oberschwäbischen Hoßkirch mit ihren filigranen Papierobjekten im Gammelshausener Gemeindehaus vertreten. Zudem reist der renommierte Bildhauer Helmut Tschiderer aus Samnaun in der Schweiz an.

Die Vernissage beginnt am Samstag um 17 Uhr mit einer Schmiedekunstvorführung von Herbert Häbich, ehe Bürgermeister Daniel Kohl „Kunst im Ort“ feierlich eröffnet. Für den musikalische Rahmen sorgt der Pianist Florian Lipphardt. Am Sonntag beginnt das Programm um 11 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück und einer weiteren Vorführung von Herbert Häbich.

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