Kundgebung Atomkraft-Proteste in Neckarwestheim

Von dpa/Fotos: Benjamin Beytekin 

Tausende Kernkraftgegner haben für sofortige Stilllegung von AKW in Ba-Wü demonstriert.

Neckarwestheim/Philippsburg - Für die sofortige Stilllegung von Atomkraftwerken haben am Ostermontag Tausende von Menschen in Baden-Württemberg demonstriert. Etwa 5000 Kernkraftgegner kamen in Kirchheim am Neckar (Kreis Ludwigsburg) zu einem Marsch in Richtung Neckarwestheim zusammen.

„Wir Atomkraftgegner sind stark, wir sind viele. Wir werden auf die Straße gehen, so lange, bis abgeschaltet ist“, sagte Wolfram Scheffbuch vom Bund der Bürgerinitiativen mittlerer Neckar. Anschließend geplant war eine Kundgebung vor dem Atomkraftwerk.

25 Jahre nach Tschernobyl

Gegen die Atomkraft gingen auch auf den Rheinbrücken zwischen Baden-Württemberg und Frankreich Tausende von Menschen auf die Straße. An der Brücke Neuf Brisach/Breisach versammelten sich nach Auskunft der Polizei gegen Mittag für rund eine Stunde 3500 Kernkraftgegner, bei Neuenburg-Chalampé rund 1200 und in Hartheim etwa 200. Rund 550 Menschen - 450 Deutsche und 100 Franzosen - kamen auf der Europabrücke in Kehl zu einer Kundgebung zusammen. In Weil am Rhein zählte die Polizei im Rheinpark rund 2000 Atomkraftgegner.

25 Jahre nach dem Super-Gau in Tschernobyl und anlässlich der Nuklearkatastrophe von Fukushima wollten Atomkraftgegner am Nachmittag auch am Standort Philippsburg (Kreis Karlsruhe) ein Zeichen setzen. Teilnehmer in Philippsburg wurden aufgefordert, ausrangierte Betttücher und andere Textilien mitzubringen, um das AKW in einen „riesigen Kokon“ zu wickeln, hieß es auf einer Internetseite des Aktionsbündnisses „25 Jahre Tschernobyl“.

 

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Kommentar zur AfD Rechtlich zulässig, moralisch bedenklich

Von 25. Juli 2016 - 19:49 Uhr

Der Zusammenschluss aus 14 Abgeordneten, die die AfD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag verlassen haben, ist eine reguläre Fraktion. Das sei zwar rechtlich zulässig, moralisch aber bedenklich, meint unser Kommentator.