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Kundgebung Atomkraft-Proteste in Neckarwestheim

dpa/Fotos: Benjamin Beytekin, vom 25.04.2011 15:20 Uhr
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 Foto: Benjamin Beytekin
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Neckarwestheim/Philippsburg - Für die sofortige Stilllegung von Atomkraftwerken haben am Ostermontag Tausende von Menschen in Baden-Württemberg demonstriert. Etwa 5000 Kernkraftgegner kamen in Kirchheim am Neckar (Kreis Ludwigsburg) zu einem Marsch in Richtung Neckarwestheim zusammen.

„Wir Atomkraftgegner sind stark, wir sind viele. Wir werden auf die Straße gehen, so lange, bis abgeschaltet ist“, sagte Wolfram Scheffbuch vom Bund der Bürgerinitiativen mittlerer Neckar. Anschließend geplant war eine Kundgebung vor dem Atomkraftwerk.

25 Jahre nach Tschernobyl

Gegen die Atomkraft gingen auch auf den Rheinbrücken zwischen Baden-Württemberg und Frankreich Tausende von Menschen auf die Straße. An der Brücke Neuf Brisach/Breisach versammelten sich nach Auskunft der Polizei gegen Mittag für rund eine Stunde 3500 Kernkraftgegner, bei Neuenburg-Chalampé rund 1200 und in Hartheim etwa 200. Rund 550 Menschen - 450 Deutsche und 100 Franzosen - kamen auf der Europabrücke in Kehl zu einer Kundgebung zusammen. In Weil am Rhein zählte die Polizei im Rheinpark rund 2000 Atomkraftgegner.

25 Jahre nach dem Super-Gau in Tschernobyl und anlässlich der Nuklearkatastrophe von Fukushima wollten Atomkraftgegner am Nachmittag auch am Standort Philippsburg (Kreis Karlsruhe) ein Zeichen setzen. Teilnehmer in Philippsburg wurden aufgefordert, ausrangierte Betttücher und andere Textilien mitzubringen, um das AKW in einen „riesigen Kokon“ zu wickeln, hieß es auf einer Internetseite des Aktionsbündnisses „25 Jahre Tschernobyl“.

 

Kommentare (5)
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APR
26
14:04 Uhr, geschrieben von Josef Eisele
Protest gegen AKW Neckarwestheim
Zu Mia Ich bin sicher, dass bei einem mit Stuttgart 21 vergleichbaren Umgang durch Regierung/Medien/Polizei die Demonstrationen in weniger als einem Jahr die erfreulich(!) großen Demonstrationen gegen S21 weit übertreffen werden! Nicht auszuschließen ist, dass in der nächsten Zeit ähnliche Manöver gefahren werden wie in Biblis B, wo Atomaufsicht und Gerichtsbarkeit sich unendlich viel Zeit lassen, auf nachgewiesene Sicherheitsrisiken, die zu einem Antrag auf Abschaltung des AKW durch die Organisation IPPNW geführt haben, zuerst mal nicht, dann ausweichend bzw. irreführend, zur Zeit wieder (nach offizieller Bestätigung der angezeigten Risiken!) nicht zu reagieren. Nochmal, wenn es Ihnen wirklich darum geht, dass mehr gegen die Risiken durch die AKW´s als gegen die Risiken des Halbtiefbahnhofs S21 demonstrieren sollten, sie werden nicht enttäuscht
APR
26
11:22 Uhr, geschrieben von Hansi Müller
Die Restrisiko-Lüge
So ganz plötzlich kam die Kehrwende der CDU-FDP-Regierung: Acht AKW stehen still. Eine Ethik-Kommission prüft den Risiko-Überbau. Reaktorexperten, Ingenieure und IT-Spezialisten checken die bisher „weltweit sichersten“ deutschen AKW durch.......... Aber: War die Sicherheit wirklich unbestritten? Wird wirklich das Unmögliche jetzt wahr? Und wie geht Folgendes: Wir brauchen zusätzliche Sicherheit – für angeblich bereits sichere Anlagen? Man traut seinen Augen und Ohren nicht. Wusste keiner, wie riskant die Atomkraft ist?....... GAU, Super-GAU und Restrisiko: Über die Gefahren der „friedlichen Nutzung der Atomkraft“ wird in Deutschland seit vier Jahrzehnten diskutiert und gestritten. Schon das zeigt: Niemand kann ernsthaft behaupten, Nuklearkatastrophen vom Fukushima-Ausmaß seien hierzulande als „unmöglich“ bezeichnet worden. Sie waren immer Teil der Technologie. Herausreden gilt nicht. Wir müssen aussteigen. Schnell und sicher für die Bevölkerung., Und nicht für die sicheren Gewinne der Atomkraftwerke weiterhin Milliarden hinblättern.
APR
26
10:12 Uhr, geschrieben von Mia
Komisch, gegen S21 sind es stets viel mehr
Ja Leute, gegen nen Bahnhof könnt Ihr demonstrieren. Das ist ja auch vieeeeeeeeeeeeeeeeeeeel wichtiger.
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