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Kritik an Merkel und Co. Nils Schmid kritisiert die "schlechteste Bundesregierung"

dpa, vom 22.02.2012 15:34 Uhr
Nils Schmid. Foto: dapd
Nils Schmid. Foto: dapd
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Ludwigsburg - Für den baden-württembergischen SPD-Vorsitzenden Nils Schmid sind die Tage der Bundesregierung gezählt. Die Bilanz von Schwarz-Gelb sei verheerend; die „schlechteste Bundesregierung aller Zeiten“ stehe für den Zerfall zentraler bürgerlicher Werte, kritisierte der Finanz- und Wirtschaftsminister beim politischen Aschermittwoch seiner Partei in Ludwigsburg.

„Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wechselt ihre Positionen häufiger als Lothar Matthäus seine Freundinnen“, rief Schmid unter dem Jubel der Genossen. SPD-Generalsekretärin Katja Mast bezeichnete die Berliner Koalition als „Abtauchverein“, der sich aufs Nichtstun verlagert habe, und mutmaßte: „Die sind miteinander fertig.“ Als Beispiel dafür nannte Mast die Nominierung des designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck, bei der „eine Fast-Drei-Prozent-Partei“ die Kanzlerin vorgeführt habe.

Im landespolitischen Teil seiner Rede griff Schmid die CDU an und lobte seine eigene Wirtschaftspolitik und den schuldenfreien Haushalt 2012. Der abgewählte Ministerpräsident Stefan Mappus und seine Partei hätten den Schuldenberg des Landes in Höhe von 70 Milliarden Euro zu verantworten. Schmid kritisierte das Verhalten der Opposition im Landtag und die Altvorderen in der CDU, die sich männerbündisch verhielten und Frauen niederbrüllen. Dies verletzte die Würde des Parlaments.

"2014 feiern wir die Regierungsübernahme im Bund"

Anders als im Bund, wo die Energiewende gefährdet sei, treibe die SPD mit den Grünen im Südwesten die Energiewende voran. Auch auf dem Arbeitsmarkt kämpfe seine Partei unverdrossen für einen gesetzlichen Mindestlohn, erklärte Schmid. Mit einem Tariftreuegesetz werde Grün-Rot die Tariflöhne stärken. Die Landesregierung werde zudem mehr Geld in die Bildungspolitik investieren als jede Vorgängerregierung. Ferner sei er froh, dass im „Wirtschaftskrimi“ EnBW-Aktienkauf durch den Untersuchungsausschuss „alles auf den Tisch kommt“. Ein neuer Länderfinanzausgleich müsse am Verhandlungs- und nicht am Stammtisch geregelt werden.

Landtagsfraktionschef Claus Schmiedel versetzte die Genossen in Siegesstimmung. „Heute feiern wir die Regierungsübernahme in Baden-Württemberg, nächstes Jahr den Angriff auf Berlin und 2014 die Regierungsübernahme im Bund“, rief er zur Marschmusik in den Saal.

Schmiedel ist gegen einen Ehrensold für den zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff: „20 Monate Arbeit und 200 000 Euro Rente im Jahr - das passt überhaupt nicht.“ Dies sei auch eine Frage der Ehre. Zudem treffe es keinen Sozialhilfeempfänger. Schließlich seien auch die 7500 Euro Pension, die der frühere Ministerpräsident und Landtagsabgeordnete von Niedersachsen später als Rente erhalte, kein Pappenstiel.

Unter dem Applaus der Südwest-Genossen zeigte Schmiedel ein Foto, auf dem Wulff und der frühere Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) zu sehen sind und das die Unterzeile trägt: „Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit haben einen Namen: CDU“. Dies sei „modernes Antiquariat“.

Kommentare (28)
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FEB
24
13:33 Uhr, geschrieben von Lisa
Nils Schmid kritisiert die "schlechteste Bundesregierung"
....ola und jetzt soll's wohl die SPD mit den Grünen oder wie rum auch immer richten. Hr. Nils Schmid und seine "Amigo's" soll denn Ball ziemlich flach halten, vorallen der Hr. Schmiedel. Ich denke wenn man mal bei den Grünen und Roten nachguckt findet man etwas.
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FEB
23
20:25 Uhr, geschrieben von Na Klar!!
In den Spiegel schauen!!
Schmid sollte eher kleinlaut sein und in den Spiegel shauen. Dort sieht er einen Doppelminister und Vize-MP der schlechtesten Landesregierung aller Zeiten von BW. Eine deratige Chaostruppe hatte BW noch nie!
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FEB
23
15:52 Uhr, geschrieben von Politik
Welche Position in einer künftigen Bundesregierung - Wohl eher keine
Na ja, bleiben wir mal beim Fasching: Matthäus hat wenigstens Freundinnen und kennt seine Qualitäten...andere wiederum... Jetzt ist aber die Realität wieder eingtreten... Wenn man auf das Land Baden Württemberg schaut, erkennt man ein Land, in dem vollständiger Stillstand herrscht. Kreative Ideen um ein attraktives Land zu bleiben fehlen leider der jetzigen Regierung mehr denn der CDU. Vielleicht nicht den Grünen, aber mehr denn je der SPD. Vielleicht liegt es auch darin, dass die CDU eine riesen Scherbenhaufen hinerlassen hat, der fast nicht mehr zu beseitigen ist. Vielleicht. Es braucht einer Regierung, die das Ruder rumreisen kann und im internen Staatsapparat neue Eckpunkte setzt. Darum wurden auch wohl in erster Linie die Grünen gewählt. Die SPD hat man wohl mitgenommen, dass man an die Regierung kommt. Mit dem Wissen, dass bei der SPD nichts zu holen ist. Wie die CDU kurzfristig die FDP brauchte. Die kurze Zwischenbilanz zeigt es: das Kalkül trifft wohl 200%ig zu. Beispiel: Hr. Steinmeier (Hr. Schmid: SPD) hat 2006 mit Fr. Merkel die UN Menschenrechtskonvention unterschrieben. Diese sollte bis 2009 in allen Bundesländern umgesetzt sein. Baden Württemberg hat das bis 2011 noch nicht getan, als einziges Bundesland. Ganz zu schweigen, dass die CDU es heimlich nicht getan hat, gibt die SPD es auch noch öffentlich zu. Hr. Schmid: Hr. Steinmeier hat diese unterschrieben. Für welch einen Posten in der Bundesregierung wollen Sie sich mit dieser Rede denn positionieren? Dann sollten Sie aber erstmal Hr. Steinmeier zeigen, dass sie so einfache Projekte umsetzen können. So gewinnen sie Respekt und Vertrauen. Im anderen Fall qualifizieren sie sich eher wieder für eine einfache Politik in einem Landkreis. War ja auch nicht sooo schlecht.
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