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Kopfstoß-Affäre Landtag hebt Löfflers Immunität auf

dpa/lsw, vom 09.02.2012 14:34 Uhr
Der Weg ist frei: Reinhard Löffler muss sich bald vor dem Stuttgarter Amtsgericht verantworten. Foto: CDU
Der Weg ist frei: Reinhard Löffler muss sich bald vor dem Stuttgarter Amtsgericht verantworten. Foto: CDU
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Stuttgart - Der Ständige Ausschuss des Landtags hat die Immunität des Stuttgarter CDU-Landtagsabgeordneten Reinhard Löffler aufgehoben. Der 57-Jährige muss sich somit voraussichtlich vor dem Amtsgericht Stuttgart wegen vorsätzlicher Körperverletzung verantworten. Die Entscheidung des Ausschusses fiel einstimmig, sagte der Vorsitzende Stefan Scheffold am Donnerstag.

Nach diesem Votum haben andere Abgeordnete noch sieben Tage Zeit, um ihr Veto einzulegen und das ganze Parlament mit der Frage zu befassen. Ist das nicht der Fall, gilt die Entscheidung des Ausschusses. Löffler soll am Neujahrstag 2010 einem anderen Mann mit dem Kopf einen Stoß auf die Nase versetzt haben. Scheffold sagte, Löffler sei für die Aufhebung der Immunität gewesen, damit er die Angelegenheit endlich ausräumen könne.

Löffler soll Kontrahenten Kopfstoß verpasst haben

Löffler hatte Anfang 2010 eine ehemalige Freundin besucht und war dort auf einen PR-Berater getroffen. Dabei soll es zu einem Gerangel gekommen sein, bei dem Löffler seinem Gegenüber einen Kopfstoß verpasst haben soll. Während das Opfer umgehend Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart erstattete, wies der Abgeordnete jede Schuld von sich. Doch sein Kontrahent ließ nicht locker und erreichte vor dem Amtsgericht eine Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 800 Euro. Parallel trieb er die Privatklage gegen den CDU-Politiker wegen des Vorwurfs der vorsätzlichen Körperverletzung voran.

Schon im Juli 2011 war die Immunität Löfflers vom Landtag aufgehoben worden, um ein Sühneverfahren bei einer sogenannten Vergleichsstelle zu ermöglichen. Der Jurist Löffler ist seit 2006 im Landtag und war der einzige CDU-Kandidat, der bei der Wahl im vergangenen Jahr in Stuttgart das Direktmandat holen konnte. Der frühere IBM-Manager ist wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

 

Kommentare (3)
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FEB
11
13:04 Uhr, geschrieben von Stuttgarter
Immunität Löfflers vom Landtag aufgehoben
Welche Partei ? Alles klar.
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FEB
10
14:55 Uhr, geschrieben von Bayer in Schwaben
Einfach nur widerlich
Die CDU-Mitglieder leiden wohl alle an Parteidemenz, können von vorgestern nicht bis heute denken. Aber wenn wir gerade bei den MdLs sind, was ist mit dem Doktorfälscher Pröfrock? Warum darf ein unglaubwürdiger Plagiator noch im Landtag monatlich Steuergelder in die Tasche schieben? Journalisten, das ist eure Aufgabe !! Fragen, fragen und nochmals nachfragen weshalb diese Herren mit Samthandschuhen angefasst werden. Fragen, ob für diese Herren andere Gesetze gelten !!
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FEB
09
16:16 Uhr, geschrieben von Ex-CDU-Wähler
Was lange währt...
CDU-Mann Sheffold teilt mit, Löffler hätte der Aufhebung zugestimmt. 1. Löffler hat lt Geschäftsordnung de Landtags keinerlei Mitspracherecht-was soll diese dämliche Darstellung ? 2. Seine CDU-Freunde haben zwei Jahre lang versucht, die Strafvefolgung ihres Parteifreundes zu verhindern- am Ende ohne Erfolg. 3. Die Fakten liegen bereits in einem Urteil vor - was glaubt die CDU eigentlich? Löffler hat bereits allen gesagt, er hätte keine Tat begangen, wo soll da noch Platz für seine Sicht sein, die ist doch bekannt, nur hat das Gericht ihm nicht geglaubt. Will er jetzt mit neuen Märchen ins Rennen gehen ? Der muß doch wissen, dass die Dinge, die die Medien gerade über ihn berichten, der vollen Wahrheit entspricht und hier noch viel mehr kommen kann. Wie im Fall Wulf glaubt die CDU nach wie vor, man könne Gerichte beeinflussen und Sachverhalte verfälschen. Das war der Grund für die Abwahl und das wird die Partei auch den Bürgermeisterposten kosten.
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