Kommunikationsdesign Das Skizzenbuch ist immer mit dabei

Bettina Breuer, 15.12.2011 11:13 Uhr

Stuttgart - "Man muss richtig gut sein, sich abheben und gute Kontakte haben. Dann kann man in diesem Beruf auch gut Geld verdienen", da ist sich Alexandros Keroglou sicher. Der junge Mann aus Ostfildern studiert Kommunikationsdesign an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim. "Kommunikationsdesign oder visuelle Kommunikation sind Überbegriffe unter die auch Grafikdesign, Fotografie und Multimedia fallen", beschreibt der angehende Kommunikationsdesigner sein Studienfach. Der gebürtige Stuttgarter ist zwar erst im zweiten Studienjahr, weiß aber schon ziemlich genau, wohin für ihn die Reise gehen soll. "Nach meinem Bachelor-Abschluss mache ich meinen "Master of Arts" und das am liebsten im Ausland. Und dann würde ich gerne in einer guten Agentur als Junior Art Director einsteigen", sagt der 21-Jährige selbstbewusst.

Bachelor-Studiengang mit sieben Semestern

Schaut man den beruflichen Werdegang des jungen Mannes mit griechischen Wurzeln an, nimmt man ihm diese Zielstrebigkeit auch ab. Nach der Realschule hat er eine dreijährige Ausbildung zum Grafikdesigner absolviert, das anschließende Studium fest im Blick. Mit der Bewerbung an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd hat es nicht geklappt, die HDM in Stuttgart kam für Keroglou erst gar nicht in Frage: "Die waren mir zu technisch ausgerichtet. Ich wollte, dass mein Studium etwas mit Zeichnen und Kreativität zu tun hat." Bei einem Informationstag an der Hochschule in Pforzheim hat der 21-Jährige dann schnell gemerkt, dass es passt. Mit seiner Mappe hat er sich beworben und wurde angenommen. "Pforzheim ist künstlerisch freier im Vergleich zu Schwäbsch Gmünd. Ich fühle mich wohl hier."

"Visuelle Kommunikation muss man auch kommunizieren können"

Leben will der 21-Jährige freilich nicht in der "Goldstadt", er pendelt täglich von Ostfildern nach Pforzheim und sein Skizzenbuch hat er immer dabei. "Obwohl der Computer unser wichtigstes Arbeitsgerät ist, wird im Studium noch viel von Hand gezeichnet", erzählt Keroglou. Sieben Semester dauert die Ausbildung in dem Bachelor-Studiengang, wobei das letzte Studienjahr für die Bachelorarbeit, die sogenannte "Thesis", reserviert ist. Das fünfte Semester ist der Praxis vorbehalten. "Man kann das Praxissemester in Deutschland oder im Ausland absolvieren. Um die Stelle, etwa in einer guten Agentur, muss man sich selbst kümmern, überhaupt ist in meinem Studiengang viel Eigeninitiative gefragt", so Keroglou weiter. Der junge Mann hat auch außerhalb der Hochschule immer ein Auge fürs Design und arbeitet an seinem beruflichen Netzwerk. "Man muss sich bemerkbar machen, auch schon im Studium. Das zahlt sich nachher aus", ist sich der 21-Jährige sicher. "Visuelle Kommunikation muss man auch kommunizieren können."

Multimedial auf dem Laufenden bleiben

Und er weiß auch, worauf es in seinem späteren Job ankommt. "In Agenturen muss man heute multimedial auf dem Laufenden bleiben", sagt der Student Jahrgang 1990. Spezialisieren muss er sich aber erst nach dem vierten Semester. Zur Auswahl stehen dann die Themenschwerpunkte Multimedia, Print und Gestaltung im Raum. "Ich bin schon der Printmensch und nicht so der Programmierer-Typ. Allerdings arbeitet man ja mit Technikern zusammen, die dann für das Programmieren der Seiten und Apps verantwortlich sind. Das Konzept und die Aufmachung von multimedialen Inhalten zu erstellen reizt mich aber schon. Und es ist definitiv ein Feld, das in die Zukunft weist."

Blickt Alexandros Keroglou in seine eigene berufliche Zukunft, sieht er sich in zehn Jahren "am liebsten in der eigenen Agentur oder als Creative Director einer Agentur, die natürlich gut läuft," sagt der 21-Jährige lachend und meint das ganz im Ernst.

 
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DEZ
05
Hyo-Song, 22:55 Uhr

Grüße

Grüße vom natürlich in der Goldstadt lebenden Kommilitonen... :P

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