Kommentar zum VfB-Slogan Furchtlos und treu - Mutige Wahl

Von Gunter Barner 

Der neue Leitspruch auf dem Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Foto: Baumann
Der neue Leitspruch auf dem Mannschaftsbus des Fußball-BundesligistenFoto: Baumann

Der neue Leitspruch des Fußball-Bundesligisten heiß „Furchtlos und treu“: Sinnstiftende Traditionspflege oder Glorifizierung dunkler Zeiten?

Stuttgart - Das neue Motto des VfB Stuttgart ist 207 Jahre alt. „Furchtlos und treu“ – das wirkt fremd in einer Zeit, in der Modernität, Schnelllebigkeit, Oberflächlichkeit und Egoismen dominierender sind als Zuverlässigkeit, Loyalität und Solidarität. Noch dazu ist der Slogan nicht frei von Deutungen, die ihn in ideologische Ecken zwängen, in die er seinem Ursprung nach nicht gehört.

Aber er führt zurück zu den Wurzeln einer Region, die in vielerlei Hinsicht Anlass gibt, stolz auf sie zu sein. Und der VfB ist – mit all seinen Schwächen – eines ihrer sportlichen Aushängeschilder. Deshalb ist der Wappenspruch der alten Württemberger eine mutige Wahl, aber kein Missgriff.

Für viele Fans ist der Club ein Teil ihrer Identität, sinnstiftend im positiven Sinne. Sie bleiben ihm treu. Talentierte, junge und angriffslustige Spieler sind das Ziel der Nachwuchsarbeit. Wer wünscht sich nicht, dass der VfB bald die Konkurrenz wieder das Fürchten lehrt? Man muss den Slogan nicht mögen, wer ihn aber für ideologische Grabenkämpfe nützt, hat das Wesen des Fußballs nicht verstanden.

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