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Kommentar EU-Defizite: Sünder als Richter

Klaus Köster, vom 29.09.2010 18:55 Uhr

Stuttgart - Wäre Europa eine Schulklasse, hätte Deutschland die Rolle eines Musterschülers. Jedenfalls wenn es um die öffentlichen Finanzen geht. Die Tatsache, dass ein Land mit 1,7 Billionen Schulden ein Vorbild ist, sagt viel aus über die Staatsfinanzen in Ländern wie Spanien, Italien, Portugal und Irland - von Griechenland ganz zu schweigen.

Seit der Einführung des Euro aber sind Staatsschulden nicht mehr nur ein nationales Thema - vielmehr können Defizitländer einen Teil der Lasten auf die übrigen Euro-Staaten abwälzen. Griechenland war nur der Anfang.

Allzu streng wird man nicht sein

Nun will die EU Sündern das Leben schwerer machen. Nach einem Vorschlag der Kommission sollen Sünder künftig automatisch bestraft werden - und nicht erst, wenn dies von den anderen beschlossen wird. Eine gute Idee, die aber wohl nie Realität werden wird. Denn natürlich wollen sich Sünder wie Spanien und Italien nicht hereinreden lassen, sondern weiter am Tisch sitzen, wenn über Defizite gerichtet werden soll. Sünder richten über Sünder - da wird man sicher nicht allzu streng sein.

Haben die Sitzenbleiber das Sagen, werden die Streber einfach überstimmt und zum Zahlen verdonnert. Schuldenmachen wird belohnt und Sparsamkeit bestraft - da kann man leicht ausrechnen, wie sich die Haushaltsdisziplin in der EU entwickeln wird.

 

Kommentare (3)
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OKT
01
21:37 Uhr, geschrieben von Uwe Kopf
Auf so eine EU-Gemeinschaft können wir gerne verzichten!
Seit es diese sogenannte EU-Gemeinschaft gibt mit ihrem nutzlosen Euro, der nicht einmal mehr das Papier wert ist auf dem er steht sind alle kleinen Leute zur Kuh mutiert die regelmäßig von unseren großen EU-Maffiosis ( EU-Politiker) gemolken werden kann. Warum jagen wir diese EU-Maffiosis also nicht dahin wo die Sonne nicht scheint ( an den Arsch der Welt)!!!
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SEP
30
11:52 Uhr, geschrieben von dd
Sparren
warum sollen Länder wie Griechenland, Portugal und Spanien sparen, es gibt doch ein Land, was so dumm ist, die mit Milliarden zu unterstüzten. Dafür wird in Deutschland bei der eigenen Bevölkerung kräftig gesparrt.
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SEP
30
11:52 Uhr, geschrieben von Rems-Demokrat
Sünder dürfen (insgesamt gesehen) nie Vorbilder sein !
Hr. K. Köster resümiert völlig richtig.... Haben die "Sitzenbleiber" das Sagen wird Schuldenmachen belohnt und Sparsamkeit bestraft. Die Logik gilt generell und ist in die meisten Disziplinen übertragbar. Beispiel 1) - Gewalt (bis hin zum Krieg) Wenn eine Partei gewaltbereite Typen zum Parteivorsitzenden und zum Herrgott der Partei ernennt und dieser dann noch stellv. Bundeskanzler wird, obwohl er wiederholt Steine auf ehrliche, pflichtbewusste, arbeitswillige, friedliebende Bürger wirft und deren Leben gefährdet ( oder nach deren Leben trachtet ? ), dann .... darf sich niemand wundern über die zunehmende Gewalt in Schulen, auf Straßen, auf Volksfesten, in und vor Bahnhöfen - und dann darf auch niemand in Winnenden und Lörrach und .... in der Öffentlichkeit heucheln und pharisäerhaft und das Volk anlügen, über diese ach so unverständliche Brutalität. Das musste doch so kommen ! Auch wenn man berücksichtigt, dass dieselbe Partei ( GRÜNE) erstmals in der Geschichte Deutschlands, deutsche Soldaten zum Einsatz ins Ausland schickte. Das hat in den 50 Jahren der Geschichte der BRD noch nie eine andere Partei gemacht. Diese Gewalt ist doch durch das Verhalten der entsprechenden Parteien und deren Spitzen so zwangsweise gegeben (Vorbildfunktion !). Wer solche Vorbilder (Parteien) wählt, unterstützt doch deren Ziele (68 lässt grüßen) ! Beispiel 2) - arbeiten lohnt sich nicht, als Faulenzer bekomme ich doch mehr - von den anderen, die noch zur Arbeit gehen. Auch wir haben Kinder großgezogen. Und wir hatten unsere Freude daran und haben Gott für diese Kinder gedankt. WIR haben gearbeitet und das Geld ehrlich verdient, wenn wir mit unseren Kindern in die Wilhelma wollten. Und wer in den 60er Jahren kein Geld hatte, konnte sich halt kein Telefon oder Auto oder Musikunterricht "leisten". Dann hat man halt Briefe geschrieben und nicht als Schmarotzer auf Kosten der anderen immer nur "gefordert" ! Statt bis 11 Uhr im Bett zu liegen und abends/nachts zu streiken, haben wir halt gearbeitet - ab 6, 7, spätestens ab 8 Uhr - an 6 Tagen in der Woche! Beispiel 3) Jedes Land erhält die Politiker - die es "verdient". Und welche Politiker D verdient, liegt doch ganz alleine an den inkonsequenten und dummen Wählern. Wer GRÜNE und SPD und SED(Linke) wählt, hat eben nichts Besseres "verdient". So einfach ist das Leben. Leider verstehen es nicht alle, obwohl Gott allen Vernunft und Intelligenz mitgab.
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