Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren

Kommentar Bahn handelt unprofessionell

George Stavrakis, vom 26.01.2012 10:59 Uhr
 Foto: dpa
Foto: dpa
Siehe auch

Stuttgart - Die Bahn und die Befürworter von Stuttgart 21 sind genervt. Ihre Hoffnung, der Widerstand gegen das Milliardenprojekt würde nach der Volksabstimmung merklich abflauen, hat sich zumindest auf juristischer Ebene nicht erfüllt. Das jedoch hat sich die Bahn selbst eingebrockt. Spätestens nach der Schlichtung hätte sie wissen können, ja müssen, dass sie es auf der Gegenseite nicht mit uninformierten und naiven Hinterwäldlern zu tun hat.

15 Monate hatte die Bahn Zeit, sich um gesetzlich verankerte Belange des Natur- und Artenschutzes - Stichwort Fledermaus und Juchtenkäfer - im Mittleren Schlossgarten zu kümmern. Sie hat es nur höchst unprofessionell getan. Damit hat sie den gewieften Gegnern eine Steilvorlage nach der anderen geliefert. Und dass die Natur- und K-21-Aktivisten jede juristische Möglichkeit ausschöpfen, die sich ihnen in einem funktionierenden Rechtsstaat bietet, ist legitim. Das mag nerven, ist aber völlig in Ordnung. Wer glaubt, das sei nur noch Widerstand um des Widerstands willen, tut ihnen Unrecht.

Kommentare (61)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen
JAN
28
17:13 Uhr, geschrieben von Z.
Professionell
Unprofessionell ist der Kommentar: es werden Schlüsse aus Behauptungen gezogen, die weder geprüft werden noch in den Bauprozess eingeordnet werden. OB die Bahn wirklich unprofessionell handelt, DAS lässt sich frühestens in zwei oder drei Jahren sagen! Jetzt geht es doch nur um Kinkerlitzchen und um umstrittene Sachverhalte. Es fällt geradezu auf, in welch professioneller Ruhe die Bahn zur Zeit Schritt um Schritt den Bau angeht, wie sie konzentriert eine Voraussetzung nach der andern schafft. Bei jedem Gutachten, bei jeder Anzeige (anzeigen kann jeder, auch grundlos!), bei jeder Demonstration, bei jedem Baggertransport gleich in Hysterie auszubrechen würde nie und nimmer Professionalität bedeuten, im Gegenteil. Übrigens: hinsichtlich des Artenschutzes geht die Bahn hochprofessionell zu Werk, aber eben nicht lautstark, sondern sachbezogen. Da Tiere ein bestimmtes Verhalten haben, das sich nicht nach menschlichen Vorgaben richtet, muss gleichsam tagesaktuell gearbeitet werden. Und das tut das Team um Dr. Gunther Matthäus sehr professionell. In ständigem Dialog mit den Behörden. DAS ist professionell, nicht die Erwartung des BUND, ein Fledermausgutachten im Sommer 2011 vorgelegt zu bekommen, wenn die Fledermäuse eben noch in Bewegung sind ... Was fachlich wirklich auffällt ist die Unprofessionalität des BUND - im Gegensatz übrigens zum NABU, der sehr konstruktiv und professionell mit der Bahn zusammenarbeitet, zugunsten der Natur!!
JAN
28
12:52 Uhr, geschrieben von Ex-stuttgarterin
Traurig
Es tut in der Seele weh, wenn man das sieht.
JAN
27
19:48 Uhr, geschrieben von Parkschlumpf
Dilletantismus
Die K21 Befürworter sind eben keine Randalierer, sondern informierte und gutsituierte Stuttgarter Bürger. Vielleicht stimmt das Vorurteil: Es gibt Informierte und S21 Befürworter. Auch nach den Zerstörungen im Schlossgarten und Südflügel wird der Protest weitergehen und in eine neue Stufe gehen. Und dann tut es der Bahn richtig weh....Schluss mit lustig...
Kommentar-Seite
vorherige
1  von  21
nächste


Dem Land fehlt noch ein Tagungsort
Bisher war nur für diesen Freitag Filderhalle gebucht – Auftakt des Dialogforums ist für 16. Juni geplant.
Erler: „Wir müssen mehr Leute fragen“
Staatsrätin Gisela Erler gibt den Filder-Dialog zu Stuttgart 21 trotz geringer Resonanz nicht auf.

 

Anzeigen

 

Anzeige
Nachrichtenticker
07:37   "Bild": Hertha will Urteil am Freitag akzeptieren
07:06   Commerzbank-Management muss mit Aktionärsschelte rechnen
07:01   Erste freie Präsidentenwahl in Ägypten
05:58   Kampfjets eskortieren US-Maschine nach Bombendrohung
05:52   Regierung nimmt Kampf gegen Ärztepfusch auf - Zweifel an Wirkung
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
Video
Prospekte

Interaktiv
  • Umfrage
VfB Stuttgart - FC Bayern Muenchen

Der Vertrag von Arthur Boka beim VfB läuft aus und Bobic/Labbadia überlegen nun doch, den Linksverteidiger zu behalten. Soll Boka weiter für den VfB spielen?

 
Ja sicher, Boka hat sich einen neuen Vertrag beim VfB verdient
Nein. Boka hatte so viele Chancen, ist aber einfach nicht gut genug
 
(Ergebnis anzeigen)
 
  • Facebook
  • Foren
  • Twitter
 
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
ePaper
 
Für Abonnenten
Für Kaufinteressenten
» Abonnement
» StN Digital
» Einzelexemplar
» Infos
» Preise