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Kommentar Alice Schwarzer im Kampfanzug

Rainer Wehaus, vom 08.11.2010 19:30 Uhr

Stuttgart - Sie kocht gern, sie hat den Namen ihres Mannes angenommen, und sie kleidet sich betont feminin. Kristina Schröder (33) ist für Frauenrechtlerinnen vom alten Schlag eine Zumutung. Die CDU-Politikerin will keine reine Frauenförderministerin sein, sondern eine Familienministerin. Sie sieht auch die Nöte der Väter, sie erkennt die Probleme der Jungs. Und sie ermahnt die Frauen, nicht ständig böse männliche Mächte für Ungleichheiten im Leben verantwortlich zu machen. Wobei Letzteres wohl nicht nötig gewesen wäre. Die meisten jungen Frauen denken heute so.

Die Übertreibungen und Verzerrungen, mit denen Alice Schwarzer (67) den Frauenrechten hierzulande eine Bresche schlug, haben Schröder abgestoßen. In einem Interview hat sie nun mit dieser Art des Feminismus gebrochen. Schwarzer hat darauf mit Abscheu und Empörung reagiert: Schröder sei "ein hoffnungsloser Fall" und besser bei "rechtskonservativen Männerbünden" aufgehoben.

Die gute alte Frau des Feminismus steckt immer noch im Kampfanzug. Sie hat ihre Verdienste. Aber sie wird wohl nie verstehen, dass kein Segen darauf liegt, Frauen aufzuhetzen und Männern ständig ein schlechtes Gewissen zu machen. Gut, dass heute Frauen wie Schröder am Steuer sitzen. Ihr Problem ist nur: Die Behörde, die sie führt, ist mit den Lehren von Alice Schwarzer groß geworden.

Kommentare (18)
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12
11:30 Uhr, geschrieben von K. Porter
Verrat am Feminismus ?
Es lässt sich ja als Frau so schön leben in diesem unserem Lande... wir können die Schulen besuchen, die wir wollen, wir können studieren oder auch nicht, wir können Mutter werden oder auch nicht - wir können sogar mittlerweile fast problemlos Familie und Karriere/Beruf miteinander vereinbaren - das ist doch toll, oder ?! Und wem haben wir das alles zu verdanken ????? Genau ! Nämlich diesen furchtbaren, männerhassenden und protestierenden Feministinnen !!! Gott-sei-Dank, kann ich da nur sagen. Jede umwälzende/bleibende gesellschaftiliche Veränderung kam nur durch massiven Protest, Auflehnung und Verweigerung zu stande ... das zeigt (leider) die Geschichte (Frauenwahlrecht, Arbeitsrecht, Abschaffung Kinderarbeit...). Also, liebe junge Damen - ihr solltet Frauen wie Alice Schwarzer ewig danken und sie nicht an den Pranger stellen. PS: An Herrn Wehaus (Kommentar): Auch die Männer haben durch die Gleichberechtigungsbewegung der Frau profitiert - denken Sie mal darüber nach und verharren Sie nicht in verkrusteten und konservativen Denkmustern!
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NOV
10
12:12 Uhr, geschrieben von Angelika Klingel
Schäbig, rückständig und beschämend!
Das "coole" an den "Alphamädchen" und "jungen Feministinnen" ist, dass sie die bestausgebildete Frauengeneration aller Zeiten in Deutschland ist - mit hervorragenden Schul, Ausbildungs- und Studienabschlüssen, dass sie gleichzeitig immer noch 24% weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, nur zu 10 % in Leitungspositionen der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vertreten sind und gleichzeitig die Hauptsorge für die Familien- und Erziehungsarbeit leisten. Aber für so einen "Sch..." braucht Frau ja (laut Frau Haaf) nicht mehr auf die Barrikaden zu gehen - es scheint eine gegebene Naturordnung zu sein ... Schäbig - rückständig und beschämend - so mein Urteil zu diesem Artikel und zu solchen öffentlichen Äußerungen . Angelika Klingel 1. Vorsitzende Landesfrauenrat Baden-Württemberg
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NOV
10
11:48 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
"fabrum esse suae quemque fortunae“ -" Jeder ist seines Glückes Schmied"
Frau Späth, ist das ihr Ernst? Eigentlich fehlen mir die Worte... Wenn man ihre Theorie jetzt weiter spinnt, wird dann jede Frau/Mutter die Arbeiten muss, weil das Geld zum Leben gebraucht wird von Gott gestraft? Oder sind die gar mit dem Teufel im Bunde? Aber zurück zum Thema, und weil sie Frau Schröder für ihre Worte danken, sie wissen schon, dass Frau Schröder den Frauen dazu geraten hat mehr "Männerberufe" zu studieren und ergreifen, weil das Lohnnieveau da höher ist? Es ist beneidenswert, dass sie nicht arbeiten gehen müssen, aber sie sagen ja selbst sie haben das "Glück", das hat nicht jeder (mich eingeschlossen), aber unglücklich bin ich deshalb nicht! Viele Glückliche Menschen wünsche ich mir auch in unserer Gesellschaft, egal ob Mann/Vater, Frau/Mutter, Kind, nur muss sein Glück jeder selber finden. Und glücklich kann nur der sein, der sein Leben (mehr oder weniger) leben kann wie er möchte und nicht vorgeschrieben bekommt, was er zu tun oder zu lassen hat.
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