Eine weitere königliche Geschichte trägt Leserin Birgid Weller zu unserer täglichen Schwäbisch-Kolumne bei. Sie stammt von ihrem Vater, "der einen reichen Schatz an Anekdoten in seinem Hinterkopf hatte: Vom letzten württembergischen König Wilhelm II. wird berichtet, er habe Besuch vom türkischen Sultan mit dessen Gefolge gehabt und bei dieser Gelegenheit Untertürkheimer Spargel serviert. Der Sultan habe allerdings nur die Köpfe abgebissen und die restlichen Stangen über die linke Schulter hinter sich geworfen. Aus Höflichkeit hätten die Gastgeber ebenso verfahren. Auf einen Wink des Königs sammelten die Bedienstete im Rücken der Gäste die Spargelstangen ein. Anschließend gab es bei den sparsamen Königs eine Woche lang Spargelgerichte."
Von Helmut Maile aus Fellbach stammt dieser Beitrag: "Eine des Schwäbischen nicht mächtige Altenpflegerin regte sich auf: ,Helmut, die Frau sagt immer, ich würde sie zum Essen zwingen. Ich zwing' doch niemand. Komm doch mal mit!' Wie ich ins Zimmer komme, sitzt eine nette alte Dame vor ihrem halbvollen Teller und sagt: ,I zwengs nemme, i zwengs nemme!' (,Ich bin satt')."
Der schwäbische Spruch des Wochenendes kommt von Leser Köble; er passt zur Jahreszeit und ist, nicht nur nach Meinung von Herrn Köble, für einen Nichtschwaben praktisch nicht zu verstehen: "Moischt, mahscht Moscht? Moscht moscht meega!"
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